Netanjahus, BĂŒro

Netanjahus BĂŒro: Gaza-Verhandlungen gehen in Kairo weiter

02.08.2024 - 22:32:01

Nach den gezielten Tötungen hochrangiger Feinde Israels geriet die Gaza-Diplomatie ganz ins Hintertreffen. Eine Mitteilung aus dem Amt des Premiers bringt sie wieder auf die Tagesordnung.

 

 

 

Jerusalem (dpa) - Vor dem Hintergrund eines drohenden Angriffs des Irans und seiner VerbĂŒndeten auf Israel gehen die BemĂŒhungen um eine Waffenruhe im Gaza-Krieg weiter. Israels MinisterprĂ€sident Benjamin Netanjahu habe die Entsendung einer Delegation zu GesprĂ€chen in Kairo genehmigt, teilte sein BĂŒro mit. Die Abordnung werde am Samstagabend oder Sonntag in die Ă€gyptische Hauptstadt aufbrechen, hieß es weiter. 

Bei den indirekten Verhandlungen mit der islamistischen Hamas im Gazastreifen vermitteln Ägypten, Katar und die USA. Sie zielen auch auf eine Freilassung israelischer Geiseln in der Gewalt der Hamas ab. Im Gegenzug sollen palĂ€stinensische HĂ€ftlinge aus israelischen GefĂ€ngnissen freikommen. Die GesprĂ€che drehen sich seit Monaten im Kreis. Zuletzt hatten sich die Positionen Israels verhĂ€rtet, das auf einem lĂ€ngeren Verbleib seines MilitĂ€rs an strategischen Stellen des Gazastreifens beharrt. 

In den letzten Tagen schien es zudem, dass die Gaza-Verhandlungen durch die gezielten Tötungen von prominenten Feinden Israels zum Erliegen kommen. Die tödlichen Angriffe auf den Auslandschefs der Hamas, Ismail Hanija, in Teheran und auf den hochrangigen Hisbollah-Kommandeur Fuad Schukr in Beirut haben den Iran und die mit ihm verbĂŒndete libanesische Schiiten-Miliz dazu veranlasst, Israel mit massiven VergeltungsschlĂ€gen zu drohen. 

Zum Luftangriff auf Schukr hatte sich Israel bekannt. Zum Anschlag auf Hanija nahm es bislang nicht Stellung. Der Iran und die Hamas machen Israel dafĂŒr verantwortlich. US-PrĂ€sident Joe Biden sagte, die Tötung Hanijas habe die Chancen auf eine Waffenruhe in Gaza nicht verbessert. 

Die Mitteilung des BĂŒros von Netanjahu setzt keine großen Erwartungen in die bevorstehende GesprĂ€chsrunde in Kairo. Die Hamas halte weiterhin an Forderungen fest, die fĂŒr Israel inakzeptabel seien, hieß es darin. 

Auslöser des Gaza-Kriegs war das beispiellose Massaker mit mehr als 1200 Toten, das Terroristen der Hamas und anderer Gruppen am 7. Oktober des Vorjahres in Israel verĂŒbt hatten.

 

 

 

 

 

 

 

@ dpa.de