USA, Militär

Wagenknecht fordert Verzicht auf US-Mittelstreckenraketen

03.05.2026 - 01:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Nach der Ankündigung der US-Regierung, 5.000 Soldaten aus Deutschland abzuziehen, hat die BSW-Politikerin Sahra Wagenknecht auch den offiziellen Verzicht auf die Stationierung von US-Mittelstreckenraketen hierzulande gefordert.Wenn mit dem Abzug einiger US-Soldaten auch die für dieses Jahr geplante Stationierung von US-Mittelstreckenraketen abgesagt werde, wäre das die "beste Nachricht" für die Sicherheit Deutschlands seit langem, sagte Wagenknecht den Zeitungen der Funke-Mediengruppe."Wir brauchen keine US-Truppen und keine US-Angriffswaffen in Deutschland, sondern endlich wieder eine neue Ostpolitik, die auf Entspannung, Wiedergewinnung des völlig zerstörten Vertrauens und gemeinsame Sicherheit setzt, wenn Europa nicht irgendwann in einem Atomkrieg verbrennen soll."Die Vorstellung, dass mit US-Präsident Donald Trump "ein Wahnsinniger" am roten Knopf von Raketen sitze, der über Krieg und Frieden in Deutschland entscheide, sei beängstigend gewesen.

Sahra Wagenknecht (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Sahra Wagenknecht (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Die Raketen hätten Deutschland zum ersten Angriffsziel gemacht. Das BSW habe deshalb schon vor zwei Jahren die Absage der Raketenstationierung gefordert und sei dafür angefeindet worden, sagte die ehemalige Vorsitzende des nach ihr benannten "Bündnis Sahra Wagenknecht" (BSW).

Die Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen hatte vor gut zwei Jahren der damalige Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) mit dem damaligen US-Präsidenten Joe Biden am Rande eines Nato-Gipfels in Washington vereinbart. Von 2026 an sollten Marschflugkörper vom Typ "Tomahawk" mit deutlich mehr als 2.000 Kilometern Reichweite, Flugabwehrraketen vom Typ SM-6 und neu entwickelte Überschallwaffen in Deutschland stationiert werden. Erstmals seit dem Kalten Krieg sollten damit wieder US-Waffensysteme in Deutschland stationiert werden, die bis nach Russland reichen. Die Bundesregierung hatte bislang erklärt, sie gehe davon aus, dass sich an dieser Vereinbarung nichts geändert habe.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | ausland | 69272322 |

Weitere Meldungen

Israel und Deutschland erwägen gemeinsame Waffenproduktion Der israelische Außenminister Gideon Saar hält eine gemeinsame Waffenproduktion mit Deutschland für denkbar. (Ausland, 07.05.2026 - 12:21) weiterlesen...

Trump: USA setzen Militäreinsatz in Straße von Hormus aus Die USA wollen ihren Militäreinsatz zum Begleitschutz von Schiffen in der Straße von Hormus vorübergehend aussetzen.Das teilte US-Präsident Donald Trump mit. (Ausland, 06.05.2026 - 06:15) weiterlesen...

Vilsecks Bürgermeister: US-Truppenabzug wäre dramatisch. Sollte es die Kleinstadt in der Oberpfalz treffen, wären die Auswirkungen enorm. Eine Hiobsbotschaft nennt der Bürgermeister von Vilseck den von der US-Regierung angeordneten Teilabzug von Truppen. (Politik, 05.05.2026 - 18:44) weiterlesen...

Söder fordert mehr Einsatz in Berlin gegen US-Militärpläne. CSU-Chef Söder sieht die Verantwortung dafür auch in Berlin und ärgert sich über Coolness und Schulterzucken. Der angekündigte Abzug von US-Soldaten aus Deutschland trifft offenbar Bayern. (Politik, 05.05.2026 - 15:06) weiterlesen...

Söder nennt US-Pläne «ärgerlich und gefährlich». Akutes Thema, das die Gespräche überlagert: die Ankündigungen von Trump zur US-Präsenz in Deutschland. Söder wird deutlich - auch Richtung Berlin. Markus Söder und sein Kabinett tagen in Brüssel. (Politik, 05.05.2026 - 13:45) weiterlesen...

CSU-Landesgruppenchef warnt vor US-Truppenabzug aus Bayern. Der Chef der CSU-Bundestagsabgeordneten ruft dazu auf, das nicht einfach «achselzuckend» hinzunehmen. Der geplante US-Truppenabzug könnte vor allem Bayern treffen. (Politik, 05.05.2026 - 12:44) weiterlesen...