Hochschulrektorenkonferenz erklÀrt SolidaritÀt mit Harvard
24.05.2025 - 00:00:00
"Wenn Wissenschaft in den USA nun aus politischen Motiven heruntergefahren, bevormundet und eingeschrĂ€nkt wird, dann fĂŒgt das dem globalen Wissenschaftssystem enormen Schaden zu", sagte der PrĂ€sident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Walter Rosenthal, dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Die deutschen Hochschulen stĂŒnden ihren US-Kooperationspartnern an Hochschulen und anderen Wissenschaftseinrichtungen solidarisch zur Seite.
"Der politische Druck, der in den USA gegenwĂ€rtig auf Hochschulen und Wissenschaft ausgeĂŒbt wird, ist schlicht katastrophal", so der Mediziner und Pharmakologe weiter. Das Vorgehen sei durch nichts zu rechtfertigen, wĂŒrde massiv und nachhaltig die LeistungsfĂ€higkeit des US-Wissenschaftssystems gefĂ€hrden und den Werten einer freiheitlichen Gesellschaft widersprechen, fĂŒgte er hinzu.
Der PrÀsident des Deutschen Hochschulverbands (DHV), Lambert T. Koch, sagte dem RND: "Internationale StudierendenmobilitÀt ist ein Kernmerkmal freier Wissenschaft. Wer sie infrage stellt - unabhÀngig davon, ob partiell oder weitergehend - macht sich zum Feind der freien Wissenschaft."
Es sei nun wichtig, den Betroffenen mit Worten und Taten beizustehen, so Koch weiter. "Europa und Deutschland mĂŒssen ernst machen und bereit sein, internationalen Talenten, die durch die wissenschaftsfeindliche Politik der Trump-Administration den USA den RĂŒcken kehren mĂŒssen oder wollen, eine attraktive akademische Heimat zu bieten", forderte er.


