Ebrahim Raisi, Atomprogramm

Irans PrÀsident verteidigt heimisches Atomprogramm

20.09.2023 - 01:05:07

Nach der AufkĂŒndigung des Atompakts durch US-PrĂ€sident Trump 2018 begann Teheran mit der Herstellung von hoch angereichertem Uran. Nun hat PrĂ€sident Raisi das Atomprogramm seines Landes verteidigt.

Irans PrĂ€sident Ebrahim Raisi hat das heimische Atomprogramm gegen Kritik verteidigt. «Atomwaffen spielen ĂŒberhaupt keine Rolle in der Verteidigungsdoktrin der Islamischen Republik Iran», sagte der Ajatollah am Dienstag in seiner Rede vor der UN-Vollversammlung in New York. Die internationalen Sanktionen hĂ€tten das Land nicht an seinem Fortschritt gehindert.

Teheran hatte sich 2015 mit einem Atomabkommen verpflichtet, die Anreicherung von Uran drastisch einzuschrĂ€nken und strikte IAEA-Kontrollen zuzulassen. Damit sollte der Bau von Atomwaffen verhindert werden. Im Gegenzug wurden viele Sanktionen gegen den Iran aufgehoben. Der frĂŒhere US-PrĂ€sident Donald Trump hatte das Abkommen 2018 einseitig aufgekĂŒndigt und neue, scharfe Sanktionen verhĂ€ngt. Danach sah sich auch Teheran nicht mehr an den Pakt gebunden.

Teheran hatte die Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) am Samstag darĂŒber informiert, dass einige Inspektoren nicht mehr im Iran arbeiten dĂŒrfen. Der Schritt folgte auf die AnkĂŒndigung von Deutschland, Frankreich und Großbritannien vom Donnerstag, noch bestehende Sanktionen gegen den Iran wegen dessen Atomprogrammes nicht aufheben zu wollen.

Verhandlungen zur Wiederbelebung des Atomabkommens von 2015 kommen seit mehr als einem Jahr nicht signifikant voran. Am Montag vollzogen die USA und der Iran einen seit Monaten vorbereiteten Gefangenentausch, der Beobachtern zufolge auch den Weg fĂŒr neue GesprĂ€chsrunden bereiten könnte. Raisi wurde bei seiner Reise in die USA auch vom Vizeaußenminister Ali Bagheri begleitet, der fĂŒr Teheran die AtomgesprĂ€che leitet.

@ dpa.de