Seekabel beschĂ€digt: Schwedens KĂŒstenwache inspiziert Schiff
27.01.2025 - 08:19:40Nach der Einleitung von Sabotage-Ermittlungen wegen eines erneuten Schadens an einem Kabel in der Ostsee hat die schwedische KĂŒstenwache einen verdĂ€chtigen Tanker betreten. Aufnahmen des schwedischen Rundfunksenders SVT zeigten, wie EinsatzkrĂ€fte bei Dunkelheit an Bord gingen. Das unter maltesischer Flagge fahrende Schiff lag am Morgen weiter sĂŒdlich von Karlskrona in SĂŒdschweden vor Anker. Bei ihm waren zu dem Zeitpunkt ein Patrouillenschiff und ein Boot der schwedischen KĂŒstenwache.
Zuvor hatte es einen erneuten Vorfall gegeben, bei dem ein Datenkabel in der Ostsee beschĂ€digt wurde. Es handelt sich diesmal um eines, das zwischen Schweden und Lettland verlĂ€uft und vom lettischen staatlichen Rundfunk- und Fernsehzentrum genutzt wird. Die SchĂ€den traten in der ausschlieĂlichen Wirtschaftszone Schwedens auf. Die schwedische Staatsanwaltschaft teilte am spĂ€ten Sonntagabend mit, wegen möglicher schwerer Sabotage zu ermitteln und ein verdĂ€chtiges Schiff festgesetzt zu haben.Â
In den vergangenen Wochen hatten mutmaĂliche Sabotageakte an Kabeln und Leitungen in der Ostsee immer wieder fĂŒr Aufsehen gesorgt. Die SchĂ€den sollen dabei jeweils vorsĂ€tzlich von Schiffsankern verursacht worden sein, beim letzten der VorfĂ€lle im Dezember durch das von Finnland festgesetzte Schiff «Eagle S», das zur sogenannten russischen Schattenflotte gehören soll. Damit sind Tanker und andere Frachtschiffe mit undurchsichtigen EigentĂŒmerstrukturen gemeint, die Russland benutzt, um Sanktionen infolge seines Einmarsches in die Ukraine etwa beim Ăltransport zu umgehen.
Gegen Dutzende dieser Schiffe hat die EU mittlerweile Sanktionen erlassen. Der tatsĂ€chliche Umfang der Flotte dĂŒrfte jedoch weitaus gröĂer sein - Litauens PrĂ€sident Gitanas Nauseda sprach auf dem Gipfel von 600 bis zu 1.000 Schiffen, die nach SchĂ€tzungen auf den Meeren umherfuhren.


