USA, Venezuela

Trump: Vorerst keine Neuwahl in Venezuela

06.01.2026 - 03:20:51

Nach der Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Maduro durch US-Spezialeinheiten ist die politische Zukunft des Landes ungewiss. Laut PrÀsident Trump wird es erst mal keine Neuwahl geben.

In Venezuela wird es nach EinschĂ€tzung von US-PrĂ€sident Donald Trump in den nĂ€chsten 30 Tagen keine Neuwahl geben. «Wir mĂŒssen das Land zuerst wieder in Ordnung bringen. Man kann keine Wahlen abhalten», sagte er dem US-Sender NBC News. 

Venezuelas Regierung betrachtet den von den USA festgenommenen Staatschef NicolĂĄs Maduro weiter als legitimen PrĂ€sidenten. Laut Verfassung ĂŒbernimmt bei einer dauerhaften Abwesenheit des PrĂ€sidenten zunĂ€chst die VizeprĂ€sidentin die AmtsgeschĂ€fte und setzt innerhalb von 30 Tagen eine Neuwahl an. Ob die neue StaatsfĂŒhrung die aktuelle Lage als eine solche dauerhafte Abwesenheit bewertet, ist allerdings unklar.

Die bisherige VizeprĂ€sidentin Delcy RodrĂ­guez wurde inzwischen als geschĂ€ftsfĂŒhrende PrĂ€sidentin vereidigt. Der Oberste Gerichtshof hatte sie bereits am Wochenende damit beauftragt, die Aufgaben des Staatschefs vorĂŒbergehend wahrzunehmen. 

Am Wochenende hatte das US-MilitĂ€r in Venezuela Ziele angegriffen und Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores gefangengenommen. Sie wurden am Montag in New York einem Gericht vorgefĂŒhrt, wo sie sich wegen angeblicher Drogendelikte verantworten mĂŒssen.

@ dpa.de