Zwischenstand, PrÀsidentin

Zwischenstand: PrÀsidentin bei Wahl in Moldau vorn

20.10.2024 - 23:12:46

Nach der Wahl in der zwischen dem Westen und Russland hin- und hergerissenen Republik Moldau lÀuft die AuszÀhlung. Nach ersten Ergebnissen liegt die PrÀsidentin vorn, eine Stichwahl ist absehbar.

  • Die Menschen in Moldau konnten nicht nur ĂŒber das PrĂ€sidentenamt abstimmen, sondern auch ĂŒber die Verankerung des EU-Kurses in der Verfassung. - Foto: Cristian Cristel/XinHua/dpa

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  • Bei den PrĂ€sidentschaftswahlen in Moldau zeichnet sich eine höhere Wahlbeteiligung als vor vier Jahren ab. - Foto: Vadim Ghirda/AP

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  • Der verarmte Agrarstaat ist traditionell hin- und hergerissen zwischen dem Westen und der EU. - Foto: Nicolae Dumitrache/AP

    Nicolae Dumitrache/AP

Die Menschen in Moldau konnten nicht nur ĂŒber das PrĂ€sidentenamt abstimmen, sondern auch ĂŒber die Verankerung des EU-Kurses in der Verfassung. - Foto: Cristian Cristel/XinHua/dpaBei den PrĂ€sidentschaftswahlen in Moldau zeichnet sich eine höhere Wahlbeteiligung als vor vier Jahren ab. - Foto: Vadim Ghirda/APDer verarmte Agrarstaat ist traditionell hin- und hergerissen zwischen dem Westen und der EU. - Foto: Nicolae Dumitrache/AP

Bei der PrĂ€sidentenwahl in der frĂŒheren Sowjetrepublik Moldau liegt die Amtsinhaberin Maia Sandu nach AuszĂ€hlung von gut zwei Dritteln der Stimmen erwartungsgemĂ€ĂŸ vorn. Sie kam auf ĂŒber 36,5 Prozent der Stimmen, nachdem rund 76 Prozent der Wahlzettel ausgezĂ€hlt waren, wie die Wahlkommission mitteilte. Dabei handelt es sich um einen Zwischenstand, nicht um eine Hochrechnung. 

Auf Rang zwei lag der frĂŒhere Generalstaatsanwalt Alexandru Stoianoglo als Kandidat der traditionell starken Sozialistischen Partei des prorussischen Ex-PrĂ€sidenten Igor Dodon. Er kam nach dem Zwischenergebnis auf rund 29 Prozent der Stimmen und ist damit deutlich stĂ€rker als in Umfragen vorher erwartet. 

In zwei Wochen dĂŒrfte es zur Stichwahl kommen. Insgesamt gab es elf Bewerber um das Amt. Moldau ist EU-Beitrittskandidat.

Bei einem Referendum wurde zudem darĂŒber abgestimmt, ob der EU-Kurs des Landes unabĂ€nderlich in der Verfassung als strategisches Ziel verankert werden soll. Nach AuszĂ€hlung von fast 80 Prozent der Wahlzettel lagen die Nein-Stimmen wider Erwarten vorn. Demnach stimmten rund 55 Prozent der WĂ€hlerinnen und WĂ€hler gegen die VerfassungsĂ€nderung und rund 45 Prozent dafĂŒr. 

Sollte sich das als Endergebnis bestĂ€tigen, wĂ€re das ein herber RĂŒckschlag fĂŒr Sandu von der prowestlichen Partei Aktion und SolidaritĂ€t (PAS) und ein Sieg fĂŒr das prorussische Lager.

@ dpa.de