Pedro SĂĄnchez, Alberto NĂșñez FeijĂło

Wahl in Spanien ohne klaren Sieger - Wiederholung möglich

24.07.2023 - 11:29:05

Nach der Wahl in Spanien gibt es keinen klaren Sieger. Die Konservativen scheitern mit einer Allianz mit den Rechtspopulisten. Und auch die Sozialisten haben nur rechnerisch eine Mehrheit in Aussicht.

  • MinisterprĂ€sident Pedro SĂĄnchez bei der Stimmangabe in Madrid. - Foto: Emilio Morenatti/AP/dpa

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  • 37,5 Millionen Wahlberechtigte waren aufgerufen, das neue Parlement zu wĂ€hlen. - Foto: Alvaro Barrientos/AP/dpa

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  • PP-Chef Alberto Nunez FeijĂło nach seiner Stimmabgabe fĂŒr die Parlamentswahl in Madrid. - Foto: Manu Fernandez/AP/dpa

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  • PP-Spitzenkandiat Alberto NĂșñez FeijĂło wendet sich nach den Parlamentswahlen an seine AnhĂ€nger vor der Parteizentrale. - Foto: Manu Fernandez/AP

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  • PP-Spitzenkandiat Alberto NĂșñez FeijĂło wendet sich nach den Parlamentswahlen an seine AnhĂ€nger vor der Parteizentrale in Madrid. - Foto: Manu Fernandez/AP

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MinisterprĂ€sident Pedro SĂĄnchez bei der Stimmangabe in Madrid. - Foto: Emilio Morenatti/AP/dpa37,5 Millionen Wahlberechtigte waren aufgerufen, das neue Parlement zu wĂ€hlen. - Foto: Alvaro Barrientos/AP/dpaPP-Chef Alberto Nunez FeijĂło nach seiner Stimmabgabe fĂŒr die Parlamentswahl in Madrid. - Foto: Manu Fernandez/AP/dpaPP-Spitzenkandiat Alberto NĂșñez FeijĂło wendet sich nach den Parlamentswahlen an seine AnhĂ€nger vor der Parteizentrale. - Foto: Manu Fernandez/APPP-Spitzenkandiat Alberto NĂșñez FeijĂło wendet sich nach den Parlamentswahlen an seine AnhĂ€nger vor der Parteizentrale in Madrid. - Foto: Manu Fernandez/AP

Spanien steht nach der vorgezogenen Parlamentswahl vor einer schwierigen Regierungsbildung. Die oppositionelle konservative Volkspartei (PP) wurde am Sonntag zwar stÀrkste Kraft, verfehlte aber die absolute Mehrheit klar und kann auch zusammen mit der rechtspopulistischen Vox nicht regieren.

Im linken Lager sieht es nicht viel besser aus: Der bisherige sozialistische Regierungschef Pedro SĂĄnchez hĂ€tte mit Hilfe mehrerer kleinerer Parteien zwar rechnerisch eine Mehrheit - tatsĂ€chlich ist es aber sehr unwahrscheinlich, dass es zur Neuauflage seiner Koalitionsregierung kommt. Jetzt wird schon ĂŒber eine abermalige Neuwahl spekuliert.

SĂĄnchez (51) wĂŒrde auch die UnterstĂŒtzung der katalanischen Separatisten-Partei Junts des frĂŒheren Regional-Regierungschefs Carles Puigdemont benötigen, was als unwahrscheinlich gilt. Eine große Koalition zwischen PP und PSOE gilt wegen der starken Polarisierung der beiden Lager als ausgeschlossen. Der viertgrĂ¶ĂŸten Volkswirtschaft der EU, die noch bis Jahresende die RatsprĂ€sidentschaft innehat, steht damit wohl eine lange HĂ€ngepartie bevor - und womöglich eine weitere Wahl.

Wahlsieger mit geringen Aussichten

Trotz geringer Aussichten reklamierte PP-Spitzenkandidat Alberto NĂșñez FeijĂło (61) in der Wahlnacht das Amt des Regierungschefs fĂŒr sich. «Ich ĂŒbernehme die Aufgabe, Verhandlungen zur Bildung einer Regierung aufzunehmen», sagte er unter dem Jubel Tausender AnhĂ€nger in Madrid. Obwohl sich die PP um 47 Sitze auf 136 Sitze verbessern konnte, liegt die Mehrheit von 176 Sitzen in weiter Ferne. Auch mit den 33 Sitzen der Rechtsaußenpartei Vox reicht es nicht: Im Parlament fehlen fĂŒr das angedachte RechtsbĂŒndnis sieben Mandate.

Der sozialistische MinisterprĂ€sident SĂĄnchez erwies sich erneut als politischer ÜberlebenskĂŒnstler. Nach der schweren Schlappe der linken bei den Regional- und Kommunalwahlen im Mai, in deren Folge er die Wahlen vorgezogen hatte, konnte seine PSOE zwei Sitze hinzugewinnen. KĂŒnftig ist sie mit 122 Abgeordneten im Parlament vertreten. «Der Block des RĂŒckschritts aus PP und Vox ist gescheitert», sagte SĂĄnchez mit einiger Erleichterung. «Wir, die Spanien nach vorne bringen wollen, sind viel mehr.»

Die Vox-Partei, die 19 Sitze verlor, stellte gleich in der Wahlnacht klar, dass ihre UnterstĂŒtzung fĂŒr FeijĂło einen Preis hat. Man werde keine Stimmen «verschenken», sagte Vox-GeneralsekretĂ€r Ignacio Garriga. Parteichef Santiago Abascal machte FeijĂło fĂŒr das schlechte Abschneiden des rechten Lagers verantwortlich, weil die Konservativen um UntertĂŒtzung aus dem linken Lager gebuhlt hĂ€tten.

Am Sonntag wurden neben dem Unterhaus «Congreso de los Diputados» auch Teile des Senats neu gewĂ€hlt. In Spanien spielt das Oberhaus bei der Regierungsbildung aber keine Rolle. Die Wahl des Parlaments war eigentlich erst fĂŒr Ende des Jahres vorgesehen. SĂĄnchez hatte sie aber nach dem Debakel der linken Parteien bei den Regionalwahlen vom 28. Mai vorgezogen.

@ dpa.de