Ermittlungen gegen Frau von Regierungschef Pedro SĂĄnchez
29.05.2024 - 17:05:00 | dpa.deDie spanische Justiz ermittelt unter anderem wegen mutmaĂlicher Korruption gegen die Ehefrau von MinisterprĂ€sident Pedro SĂĄnchez.
Das Landgericht der Autonomen Region Madrid wies einen Einspruch der Staatsanwaltschaft gegen die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens zurĂŒck. Die Untersuchung sei gerechtfertigt, teilte das Gericht mit. Damit bestĂ€tigte es eine Entscheidung eines Madrider Richters, der Mitte April die Aufnahme von Ermittlungen gegen die Frau von SĂĄnchez, Begoña GĂłmez, wegen des Verdachts der Einflussnahme und der Korruption in der Wirtschaft beschlossen hatte.
Nach Bekanntwerden der Korruptionsanzeige gegen seine Frau hatte SĂĄnchez damals die VorwĂŒrfe bestritten, eine politische Schlammschlacht beklagt und mit dem RĂŒcktritt vom Amt gedroht, das er seit Mitte 2018 ausĂŒbt. Er werde von der Rechten und der extremen Rechten mit allen Mitteln schikaniert, klagte der 52 Jahre alte sozialistische Politiker. Nach einer fĂŒnftĂ€gigen Bedenkzeit, bei der er alle öffentlichen Termine abgesagt hatte, entschied sich SĂĄnchez allerdings zum Verbleib im Amt.
Die Anzeige war im April von der Organisation «Manos Limpias» (Saubere HĂ€nde) eingereicht worden. Sie wirft der Frau von SĂĄnchez (49), die kein öffentliches Amt bekleidet, vor, ihre Position als Ehefrau des Regierungschefs ausgenutzt zu haben, um GeschĂ€fte zu machen. «Manos Limpias» ist eine private Gruppe, die sich in Spanien seit Jahren fĂŒr rechtsgerichtete Anliegen einsetzt. Sie rĂ€umte ein, ihre Anzeige gegen GĂłmez basiere auf Medienberichten. Neben der Staatsanwaltschaft hatte auch die fĂŒr Korruptionsdelikte zustĂ€ndige Polizeieinheit UCO bei einer eigenen Untersuchung keine Hinweise auf ein illegales Handeln von GĂłmez gefunden.
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