Behörden, Kinderpornonetzwerk

Behörden zerschlagen internationales Kinderpornonetzwerk

02.04.2025 - 13:40:06 | dts-nachrichtenagentur.de

Nach Ermittlungen in Bayern haben die Sicherheitsbehörden in 31 Staaten ein internationales Kinderpornonetzwerk zerschlagen.

Polizistin (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Konkret gehe es um die Darknet-Plattform "Kidflix", teilten die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg und des Bayerischen Landeskriminalamt am Mittwoch mit. Die mit UnterstĂŒtzung der Behörden in den Niederlanden und der Schweiz gefĂŒhrten Ermittlungen richteten sich gegen die Betreiber sowie ca. 190.000 Nutzer der Plattform, die im Zeitraum von April 2022 bis jetzt registriert waren. Durch die Ermittlungen gelang es, weltweit bislang 1.393 TatverdĂ€chtige trotz der von ihnen versuchten Verschleierung ihrer IdentitĂ€t ausfindig zu machen. Im Mittelpunkt der Ermittlungen stand dabei vor allem die akribische Nachverfolgung der Bezahlwege ĂŒber KryptowĂ€hrungen, wobei es den Spezialisten des BLKA in mehreren FĂ€llen gelang, diese trotz der Verwendung von Mixing-Diensten und von besonders auf AnonymitĂ€t ausgelegten KryptowĂ€hrungen zu den Beschuldigten zurĂŒckzuverfolgen.

Insgesamt waren ca. 1,8 Millionen Nutzer weltweit im Zeitraum von April 2022 bis jetzt zumindest zeitweise angemeldet. In Bayern wurden im Rahmen eines gemeinsamen Action-Days am 10. MĂ€rz 2025 neun Durchsuchungen bei neun TatverdĂ€chtigen durchgefĂŒhrt. Diese fanden in Augsburg, MĂŒnchen, NĂŒrnberg und in den Landkreisen Landsberg am Lech, Regen, Rosenheim, OberallgĂ€u, und Neumarkt i. d. Opf. statt. Insgesamt hatten im gesamten Ermittlungskomplex zwölf TatverdĂ€chtige ihren Wohnsitz in Bayern. In Deutschland fanden in 13 BundeslĂ€ndern (Baden-WĂŒrttemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen und ThĂŒringen) 96 Durchsuchungen statt. Insgesamt wird hier gegen 103 TatverdĂ€chtige ermittelt. Von 10. bis 23. MĂ€rz 2025 beteiligten sich insgesamt 38 Staaten an der konzertierten Operation zur BekĂ€mpfung des sexuellen Missbrauchs von Kindern im Internet, die den Aktionsnamen "OP Stream" fĂŒhrt. Im Rahmen der polizeilichen Maßnahmen wurden elektronische DatentrĂ€ger, Mobiltelefone und PCs sichergestellt. Die Ermittlungen im Gesamtkomplex dauern an, da insbesondere die Betreiber der Plattform bislang nicht identifiziert werden konnten.

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