Thailand und Kambodscha wollen Waffenruhe festigen
29.12.2025 - 09:13:17 | dpa.de
Thailand und Kambodscha wollen nach GesprĂ€chen in China weiter auf eine Entspannung ihres Konflikts hinarbeiten. Wie die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf eine gemeinsame Mitteilung nach dem Treffen der AuĂenminister der drei LĂ€nder berichtete, sei vereinbart worden, dass Thailand und Kambodscha ihre Kommunikation weiter verstĂ€rken und das gegenseitige VerstĂ€ndnis vertiefen wollen.
Zudem soll die bestehende Waffenruhe schrittweise gefestigt, gegenseitige Kontakte wieder aufgenommen und politisches Vertrauen neu aufgebaut werden. China sagte demnach zu, diesen Prozess weiter zu unterstĂŒtzen. Die Waffenruhe allerdings erweist sich als Ă€uĂerst fragil: Thailands Armee erklĂ€rte kurze Zeit nach dem Treffen, dass 250 Drohnen aus Kambodscha ĂŒber die Grenze nach Thailand geflogen seien.
Provokation oder kleiner Zwischenfall?
«Diese Handlung stellt eine Provokation und einen VerstoĂ gegen die MaĂnahmen zur Spannungsreduzierung dar», sagte Armeesprecher Winthai Suvaree und fĂŒgte hinzu, Kambodscha setze seine Feindseligkeiten gegenĂŒber Thailand fort und gefĂ€hrde damit die Sicherheit des MilitĂ€rpersonals und der Bevölkerung entlang der Grenze.Â
Die ursprĂŒnglich geplante Freilassung von 18 kambodschanischen Kriegsgefangenen mĂŒsse neu ĂŒberdacht werden, hieĂ es weiter. Kambodschas AuĂenminister Prak Sokhonn sprach bezĂŒglich der Drohnen hingegen von einem «kleinen Zwischenfall».
Wochenlange Gefechte endeten mit WaffenruheÂ
Thailand und Kambodscha hatten sich nach wochenlangen Gefechten entlang ihrer gemeinsamen Grenze am Samstag auf eine sofortige Waffenruhe geeinigt. Die Feuerpause sollte zunĂ€chst fĂŒr 72 Stunden ĂŒberwacht werden, um ihre Umsetzung sicherzustellen. Nach offiziellen Angaben kamen bei den KĂ€mpfen mehr als 100 Menschen ums Leben, Hunderttausende wurden auf beiden Seiten der Grenze in die Flucht getrieben. Hintergrund der Feindseligkeiten ist ein jahrzehntelanger Streit um GebietsansprĂŒche.
Das thailĂ€ndische AuĂenministerium hatte zuvor laut einer Mitteilung auf dem Kurznachrichtendienst X seinen Wunsch nach einer dauerhaft tragfĂ€higen Waffenruhe sowie nach einem Weg zu einem dauerhaften Frieden noch bekrĂ€ftigt. Die VorwĂŒrfe bezĂŒglich der kambodschanischen Drohnen stellen dies nun aber wieder infrage. «Sollten die VerstöĂe gegen das Abkommen und gegen die nationale SouverĂ€nitĂ€t andauern, muss die Armee ihrer Pflicht nachkommen und die nationalen Interessen schĂŒtzen», sagte Armeesprecher Winthai.
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