Macron verteidigt umstrittenes Einwanderungsgesetz
20.12.2023 - 21:05:37Frankreichs PrĂ€sident Emmanuel Macron hat das vom Parlament beschlossene Einwanderungsgesetz gegen Kritik auch aus den eigenen Reihen verteidigt. Das Gesetz ziele ganz klar darauf ab, Migranten von der irregulĂ€ren Einwanderung nach Frankreich abzuhalten und damit auch eine Ăberlastung des Sozialsystems zu verhindern, sagte Macron am Mittwochabend im Fernsehsender France 5. Zugleich sollten bisher ohne Aufenthaltspapiere arbeitende Migranten unter bestimmten Voraussetzungen einen Aufenthaltstitel bekommen.
Das umstrittene Gesetz war am spĂ€ten Dienstagabend vom Parlament beschlossen worden, allerdings in einer unter Druck der konservativen Oppositionspartei Les RĂ©publicains deutlich verschĂ€rften Fassung. Da die Regierung an einigen Punkten verfassungsrechtliche Zweifel hat, will Macron das Gesetz dem Verfassungsrat vorlegen. Der Rat prĂŒft das Gesetz dann auf seine RechtmĂ€Ăigkeit. Unter UmstĂ€nden mĂŒssen Passagen nachgebessert werden, ehe das Vorhaben in Kraft tritt.
Kritik gab es auch daran, dass das Gesetz nur deshalb das Parlament passieren konnte, weil das rechtsnationale Rassemblement National nicht gegen, sondern fĂŒr das Vorhaben stimmte. Statt sich klar von der Partei von Marine Le Pen abzuschotten, habe die Regierung sich der rechten Partei angenĂ€hert, lautete der Vorwurf. «Ich sage ganz offen, dass unsere Landsleute auf dieses Gesetz gewartet haben und wenn man möchte, dass das Rassemblement National mit seinen Ideen nicht an die Macht kommt, dann muss man die Probleme angehen, die die Partei stĂ€rken», sagte Macron.


