Trump, Atom-U-Boote

Trump lÀsst Atom-U-Boote verlegen: «nÀher an Russland»

02.08.2025 - 05:18:10

Nach tagelangem Streit mit Ex-Kremlchef Medwedew verkĂŒndet US-PrĂ€sident Trump, er lasse Atom-U-Boote Richtung Russland verlegen. Moskau lĂ€sst er wissen: «Wir sind absolut vorbereitet».

  • «Wir sind absolut vorbereitet», sagt Trump in Richtung Russland. - Foto: Jacquelyn Martin/AP/dpa

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  • Der ehemalige Kreml-Chef Medwedew streitet schon seit Tagen mit Trump. (Archivbild) - Foto: Uncredited/Sputnik Pool  via AP/dpa

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  • Charkiw kommt immer wieder unter russischen Beschuss. (Archivbild) - Foto: Andrii Marienko/AP/dpa

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«Wir sind absolut vorbereitet», sagt Trump in Richtung Russland. - Foto: Jacquelyn Martin/AP/dpaDer ehemalige Kreml-Chef Medwedew streitet schon seit Tagen mit Trump. (Archivbild) - Foto: Uncredited/Sputnik Pool  via AP/dpaCharkiw kommt immer wieder unter russischen Beschuss. (Archivbild) - Foto: Andrii Marienko/AP/dpa

Als Reaktion auf Aussagen des ehemaligen russischen Staatschefs Dmitri Medwedew hat US-PrÀsident Donald Trump nach eigenen Angaben die taktische Verlegung zweier Atom-U-Boote angeordnet. Auf die Frage eines Journalisten des ultrakonservativen US-Senders Newsmax, ob die Boote dann nÀher an Russland seien, sagte er: «Ja, sie sind nÀher an Russland». 

Trump hatte den Schritt am Freitag im Kontext seiner Auseinandersetzung mit Medwedew auf seiner Plattform Truth Social verkĂŒndet. Die Verlegung geschehe «nur fĂŒr den Fall, dass diese törichten und provokativen Äußerungen mehr als nur das sind», schrieb der Republikaner. Wohin genau die U-Boote verlegt werden sollten, sagte Trump zunĂ€chst nicht, sondern sprach lediglich von «geeigneten Regionen». 

Der Republikaner erklĂ€rte ebenfalls nicht, um welche U-Boote es sich genau handelt. Laut einem frĂŒheren Bericht des Forschungsdienstes des US-Kongresses hat die Navy sowohl atomgetriebene U-Boote ohne und mit Atomwaffen an Bord. 

Ultimatum an Russland war Auslöser des Streits

Der öffentliche Streit zwischen Trump und Medwedew zieht sich bereits seit Tagen. Ausgangspunkt war, dass Trump sein Ultimatum an Kremlchef Wladimir Putin von 50 auf zehn Tage verkĂŒrzt hatte: In dieser Zeit soll eine Waffenruhe zwischen Russland und der von Moskau angegriffenen Ukraine erreicht werden. Die Frist lĂ€uft Ende kommender Woche ab - danach will Trump Sanktionen gegen Russlands Handelspartner verhĂ€ngen, sollte es keine Einigung geben. 

Medwedew drohte daraufhin auf der Plattform X unter anderem eine direkte militÀrische Auseinandersetzung zwischen Russland und den USA an. Jedes Ultimatum sei demnach ein Schritt auf dem Weg zum Krieg. Trump bezeichnete er unter anderem als «Opa». Medwedew ist seit Kriegsbeginn wegen seiner notorischen antiwestlichen AusfÀlle - teils garniert mit Atomdrohungen - bekannt. 

Trump: «Wir sind absolut vorbereitet»

Trump sagte spĂ€ter vor Journalisten ĂŒber die Verlegung der U-Boote: «Nun, wir mussten das tun». Es sei eine unangemessene Drohung ausgesprochen worden - deshalb mĂŒssten die USA vorsichtig sein. «Ich tue das also aus GrĂŒnden der Sicherheit fĂŒr unsere Bevölkerung.» Medwedew habe ĂŒber «Atom» gesprochen - und wenn es darum gehe, mĂŒssten die USA vorbereitet sein. «Und wir sind absolut vorbereitet», betonte Trump. 

Auf die Frage, ob sich seine Sicht auf Putin verĂ€ndert habe, sagte Trump dem Sender Newsmax: «Er ist offensichtlich ein harter Brocken», in dieser Hinsicht habe sich seine EinschĂ€tzung nicht geĂ€ndert. Aber er sei ĂŒberrascht, dass Putin und er zahlreiche gute GesprĂ€che gehabt hĂ€tten, die zu einem Ende des Krieges hĂ€tten fĂŒhren können - und plötzliche flögen Bomben. 

Der US-PrĂ€sident hatte am Donnerstag angekĂŒndigt, dass sein Sondergesandter Steve Witkoff nach seinem Besuch in Israel weiter nach Russland reisen soll. Details zu Witkoffs geplanter Reise nannte er nicht. Am Freitag hielt sich Witkoff zunĂ€chst noch im Nahen Osten auf und machte sich ein Bild von der Lage im Gazastreifen. 

Charkiw: Elf Verletzte nach russischem Drohnenangriff

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine geht unterdessen unvermindert weiter. Bei einem schweren russischen Drohnenangriff auf die ostukrainische Stadt Charkiw wurden laut Behörden mindestens elf Menschen verletzt. Unter den Verletzten seien ein fĂŒnf Monate alter SĂ€ugling und zwei Kinder im Alter von neun und zehn Jahren, teilten die Behörden mit. Die Drohne schlug demnach in der NĂ€he eines Wohnblocks ein, in dem Scheiben zu Bruch gingen. FĂŒnf Verletzte werden im Krankenhaus behandelt, wie der MilitĂ€rgouverneur Oleh Synjehubow in seinem Kanal bei Telegram mitteilte.

Belgorod: Zwei Tote nach ukrainischem Drohnenangriff

In der russischen Region Belgorod an der Grenze zur Ukraine wurden zwei MÀnner Behördenangaben zufolge bei einem Drohnenangriff getötet. Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow sprach in seinem Kanal bei Telegram von einem ukrainischen Terrorangriff. Ein 18-JÀhriger und der zweite Mann seien gerade auf dem Weg zu einer Bushaltestelle gewesen, als sie von der Drohne tödlich getroffen worden seien.

Bei den ukrainischen Drohnenattacken, die Teil des Abwehrkampfes gegen den russischen Angriffskrieg sind, kommen immer wieder auch Zivilisten ums Leben. Die Zahl der Opfer und die SchÀden auf russischer Seite stehen aber in keinem VerhÀltnis zu den verheerenden Zerstörungen und den vielen Toten und Verletzten in der Ukraine durch die seit mehr als drei Jahren andauernde russische Invasion.

@ dpa.de