Ausland, Gewalt

Reporter ohne Grenzen: 67 Journalisten in einem Jahr getötet

09.12.2025 - 09:24:16

Nach ZÀhlung der Menschenrechtsorganisation "Reporter ohne Grenzen" sind in den vergangenen zwölf Monaten weltweit 67 Journalisten im Zusammenhang mit ihrer Arbeit getötet worden.

Das geht aus der Jahresbilanz der Organisation hervor, die am Dienstag veröffentlicht wurde. Besonders gefĂ€hrlich war die Lage demnach in Konfliktgebieten wie Gaza, wo laut RSF fast die HĂ€lfte der getöteten Journalisten durch Angriffe der israelischen StreitkrĂ€fte ums Leben kam. Auch in der Ukraine und im Sudan wurden gezielte Angriffe auf Journalisten verzeichnet. Weltweit sind darĂŒber hinaus mindestens 503 Journalisten in 62 LĂ€ndern inhaftiert.

Die meisten Medienschaffenden sind weiterhin in China (121) eingesperrt, gefolgt von Russland (48) und Myanmar (47). Russland hĂ€lt zudem mehr auslĂ€ndische Journalisten fest als jeder andere Staat, nĂ€mlich 26 Ukrainer. Zum 1. Dezember 2025 gelten zudem weltweit 135 Journalisten in 37 LĂ€ndern als vermisst - einige von ihnen seit mehr als drei Jahrzehnten. Insgesamt 75 Prozent der derzeit Vermissten verschwanden in LĂ€ndern des Nahen Ostens oder Lateinamerikas. Die FĂ€lle hĂ€ufen sich besonders in Mexiko (28) und Syrien (37). In Syrien waren viele Journalisten vom sogenannten "Islamischen Staat" (IS) als Geiseln genommen oder vom Assad-Regime inhaftiert worden. Doch weder der Sturz des Regimes noch der Zusammenbruch des IS haben bislang dazu gefĂŒhrt, dass das Schicksal dieser Journalisten aufgeklĂ€rt wurde.

@ dts-nachrichtenagentur.de