US-Drohungen: Deutschland schickt Bundeswehrsoldaten nach Grönland
14.01.2026 - 20:39:00Die Bundeswehr werde dazu am Donnerstag mit einem Transportflugzeug des Typs Airbus A400M ein Erkundungsteam mit 13 Bundeswehrangehörigen nach Nuuk in Grönland entsenden, hieà es. Die Erkundung vor Ort werde zusammen mit Vertretern weiterer Partnernationen stattfinden.
Unterdessen ist ein Krisentreffen, an dem US-VizeprĂ€sident JD Vance und US-AuĂenminister Marco Rubio sowie der dĂ€nische AuĂenminister Lars Lokke Rasmussen und die fĂŒr AuĂenpolitik zustĂ€ndige grönlĂ€ndische Ministerin Vivian Motzfeldt teilnahmen, ohne Einigung zu Ende gegangen. Von dĂ€nischer Seite hieĂ es, man habe weiterhin "grundlegende Verschiedenheiten". Man habe die US-Seite darauf hingewiesen, dass Grönland im Königreich DĂ€nemark bleiben werde, dass die USA bereits einen weitreichenden militĂ€rischen Zugang zu Grönland hĂ€tten und dass man WĂŒnsche konstruktiv prĂŒfe. Nun soll eine Arbeitsgruppe gebildet werden.
Zuvor hatte bereits der dĂ€nische öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt DR berichtet, dass eine Vorhut der dĂ€nischen StreitkrĂ€fte mit militĂ€rischer AusrĂŒstung in Grönland angekommen sind. Die Aufgabe der Vorhut besteht demnach darin, dafĂŒr zu sorgen, dass die Logistik und die Umgebung fĂŒr mögliche spĂ€tere Aufnahme von HauptstreitkrĂ€ften bereit sind.
Grönland, das Kernland DĂ€nemark und die FĂ€röer sind autonome Bestandteile des Königreichs DĂ€nemark. Dennoch erhebt US-PrĂ€sident Donald Trump Anspruch auf die Insel zwischen dem Nordatlantik und dem Nordpolarmeer. Die USA, DĂ€nemark, Deutschland und 29 weitere Staaten sind Teil des VerteidigungsbĂŒndnisses Nato - und damit dazu verpflichtet, Beistand zu leisten, wenn ein Mitgliedsstaat militĂ€risch angegriffen wird.


