Ukraine, Russland

Russland überzieht Kiew erneut mit schweren Luftangriffen

20.01.2026 - 08:02:44

Nacht für Nacht tauschen Russland und die Ukraine Angriffe gegeneinander aus. Einmal mehr erwischt es in dieser Nacht Kiew - mit schweren Folgen für die Bevölkerung.

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist nach erneuten russischen Angriffen in der Nacht Behördenangaben zufolge vielerorts die Strom-, Wärme- und Wasserversorgung zusammengebrochen. «Nach dieser Attacke auf die Hauptstadt sind 5.635 Hochhäuser ohne Heizung», teilte Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit. Zum Großteil seien die Gebäude betroffen, die auch schon bei dem verheerenden russischen Schlag am 9. Januar in Mitleidenschaft gezogen wurden, schrieb er. 

Raketen, Marschflugkörper und Drohnen im Einsatz

Russland setzte der ukrainischen Luftwaffe zufolge sowohl Raketen als auch Drohnen und Marschflugkörper bei der Attacke ein. Insgesamt seien 372 Drohnen, eine Antischiffsrakete des Typs Zirkon, 15 Marschflugkörper des Typs Ch-101 und 18 ballistische Raketen gegen die Ukraine gesteuert worden, schrieb die Behörde. 342 Objekte seien abgefangen worden, es gebe aber auch Einschläge, räumte die Flugabwehr ein. 

Das russische Militär bestätigte den massiven Luftschlag. Moskaus Darstellung nach wurden allerdings nur militärische Ziele in der Ukraine beschossen.

Vorläufigen Informationen nach gab es in Kiew eine Verletzte bei dem Angriff. Nach Polizeiangaben handelt es sich um eine 59-jährige Frau. Neben Schäden bei Energieanlagen traf es Wohnhäuser und private Pkw. Mehrere Autos gingen durch herabfallende Drohnentrümmer in Flammen auf. Am linken Ufer des Dnipro sei zudem die Wasserversorgung ausgefallen, teilte Klitschko mit.

Für Kiew ist dies der schlimmste Winter seit Kriegsbeginn. Russland beschießt in seinem Krieg gegen die Ukraine systematisch das Energiesystem des Nachbarlands. Inzwischen ist das Netz so geschwächt, dass es täglich zu stundenlangen Stromausfällen kommt. Mehrere schwere Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt zu Beginn des Jahres und anhaltende starke Fröste verschärfen die Situation für viele Menschen. Die Behörden haben Notunterkünfte eingerichtet, in denen sich die Bürger aufwärmen, Wasser holen oder ihr Handy aufladen können.

@ dpa.de

Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt anmelden.

Weitere Meldungen

Nato: 1,3 Millionen russische Soldaten getötet oder verletzt. Die Lage der ukrainischen Streitkräfte ist nach Einschätzung von Nato-Experten aber auch nicht rosig. Im Angriffskrieg gegen die Ukraine verzeichnet Russland hohe Verluste. (Ausland, 11.02.2026 - 15:36) weiterlesen...

Helm-Streit bei Olympia: Ukrainer riskiert Ausschluss. Nach dem Training gibt er Einblick in seine Gefühlswelt. Wladislaw Heraskewytsch will bei den Winterspielen weiter mit seinem besonderen Kopfschutz antreten. (Sport, 11.02.2026 - 15:34) weiterlesen...

EU-Parlament billigt 90-Milliarden-Darlehen an die Ukraine. Die EU will mit einem zinslosen Milliardendarlehen helfen - das Parlament gibt grünes Licht. Die Ukraine braucht dringend frisches Geld für die Verteidigung gegen Russlands Invasion. (Ausland, 11.02.2026 - 12:35) weiterlesen...

Lawrow: Wir holen den Süden der Ukraine heim nach Russland Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat vor Diplomaten die territorialen Maximalforderungen Moskaus an die Ukraine bekräftigt. (Boerse, 10.02.2026 - 18:29) weiterlesen...

Ukrainischer Skeleton-Pilot will mit verbotenem Helm starten. Das IOC sieht darin einen Regelverstoß. Der Sportler will das nicht hinnehmen. Mit einem besonderen Helm will ein Skeleton-Pilot aus der Ukraine bei Olympia an den Krieg in seiner Heimat erinnern. (Sport, 10.02.2026 - 17:26) weiterlesen...

EU-Chefdiplomatin: Russland gewinnt nicht - EU kann fordern Mehr Verluste, schwierige Rekrutierung: Russland steckt laut EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas in der Klemme. (Ausland, 10.02.2026 - 17:23) weiterlesen...