Nato, Krieg

Nato erwartet trotz Krieg weitere StÀrkung von Russlands MilitÀr

20.10.2024 - 13:20:25

Nato-Oberbefehlshaber Christopher Cavoli warnt, dass das russische MilitĂ€r trotz der Verluste im Ukraine-Krieg fĂŒr die Allianz ein gefĂ€hrlicher Gegner wird.

"Am Ende des Ukraine-Kriegs, wie immer das auch aussieht, wird das russische MilitĂ€r stĂ€rker sein als heute", sagte Cavoli dem Nachrichtenmagazin "Spiegel". Die Nato dĂŒrfe sich ĂŒber die militĂ€rische StĂ€rke Russlands keine Illusionen machen. "Die russischen StreitkrĂ€fte lernen, verbessern sich, sie setzen die Erfahrungen aus dem Krieg um", so Cavoli. Der Supreme Allied Commander Europe (SACEuro) forderte, dass sich die Nato schnell auf die Bedrohung vorbereiten muss.

Russland werde ein Gegner, der ĂŒber ernstzunehmende militĂ€rische FĂ€higkeiten verfĂŒge und "eine klare Absicht" habe, so Cavoli. "Deswegen mĂŒssen wir bereit sein und brauchen StreitkrĂ€fte, die dagegen bestehen können", forderte der US-General. Laut Cavoli mĂŒssen die neuen VerteidigungsplĂ€ne der Allianz und die daraus abgeleiteten zusĂ€tzlichen Anforderungen an die einzelnen Nato-Partner zĂŒgig umgesetzt werden. "Wenn ich schnell sage, meine ich, wir mĂŒssen schneller sein als die Russen", sagte der Viersterne-General. Als Oberbefehlshaber hatte Cavoli in den letzten beiden Jahren neue PlĂ€ne fĂŒr einen Nato-Verteidigungsfall vorbereitet. Daraus abgeleitet werden nun zusĂ€tzlichen militĂ€rischen Anforderungen ("Minimum Capabilty Requirements") fĂŒr die einzelnen Nato-Staaten abgeleitet. "Die ganze Nato muss die militĂ€rischen FĂ€higkeiten ihrer StreitkrĂ€fte deutlich ausbauen", sagte Cavoli dazu.

@ dts-nachrichtenagentur.de