Lateinamerika-Reise: Irans PrÀsident besucht Venezuela
Veröffentlicht am: 13.06.2023 um 03:47 Uhr | dpa.de
Zum Auftakt seiner Lateinamerika-Reise ist der iranische PrÀsident Ebrahim Raisi in Venezuela von seinem Amtskollegen Nicolås Maduro empfangen worden.
«Dieser Besuch ist ein neuer Meilenstein in unserer Beziehung, die auf BrĂŒderlichkeit, auf der Zusammenarbeit zwischen zwei Völkern, zwischen zwei LĂ€ndern, die als BrĂŒder geboren wurden, aufgebaut ist», sagte Maduro in Caracas. «Imperien und Hegemonien mĂŒssen ein Ende haben, und die IdentitĂ€t aller Regionen der Welt, aller Kulturen, aller Völker muss respektiert werden. Iran und Venezuela sind in der Seele und im Geiste vereint.»
Beide Staaten wollen Handelsvolumen vervielfachen
Auf seiner ersten Reise nach Lateinamerika seit seinem Amtsantritt 2021 besucht Raisi in den kommenden Tagen die autoritĂ€r regierten LĂ€nder Venezuela, Kuba und Nicaragua. All diese Staaten eint die Feindschaft gegenĂŒber den USA, die wegen Menschenrechtsverletzungen und der UnterstĂŒtzung terroristischer AktivitĂ€ten Sanktionen gegen diese LĂ€nder verhĂ€ngt haben. Der Iran hatte dem von den Sanktionen stark getroffenen Krisenstaat Venezuela zuletzt immer wieder mit Lebensmitteln und Treibstoff ausgeholfen.
Beide Staaten wollten ihr Handelsvolumen untereinander von drei auf zehn Milliarden US-Dollar vervielfachen, teilten Raisi und Maduro. «Wir betrachten die Zusammenarbeit zwischen unseren beiden LÀndern als tiefgreifend und strategisch», sagte der Iraner. «In den vergangenen Jahren haben wir gute und wichtige Schritte in den Bereichen Wirtschaft, Handel, Energie und Dienstleistungen unternommen. Wir haben gemeinsame Interessen und Visionen.»
