Ukraine, Russland

Trumps Plan: 28 Punkte fĂŒr Frieden in der Ukraine

22.11.2025 - 10:43:00 | dpa.de

Noch ist der US-Friedensplan fĂŒr die Ukraine ein Entwurf - an einzelnen Bedingungen hĂ€tten Kiew, die EU und deutlich weniger auch Moskau schwer zu schlucken.

Die drei PrĂ€sidenten Trump, Selenskyj und Putin (von links) verhandeln ĂŒber eine Lösung im Ukraine-Krieg. (Archivbild) - Foto: Morissard/Bednyakov/AP/dpa
Die drei PrĂ€sidenten Trump, Selenskyj und Putin (von links) verhandeln ĂŒber eine Lösung im Ukraine-Krieg. (Archivbild) - Foto: Morissard/Bednyakov/AP/dpa

Mit einem Friedensplan in 28 Punkten will die US-Regierung von PrÀsident Donald Trump den seit mehr als dreieinhalb Jahren andauernden russischen Angriffskrieg in der Ukraine beenden. Trump setzt Kiew unter Druck, den Plan anzunehmen. Doch worum geht es im Detail?

Mehrere Medien wie das US-Nachrichtenportal «Axios» veröffentlichten die Auflistung, deren Inhalt auch von Regierungsvertretern aus den USA und der Ukraine bestĂ€tigt wurde. In Kiew stellte der Parlamentsabgeordnete Olexij Hontscharenko, der zur Oppositionsfraktion EuropĂ€ische SolidaritĂ€t gehört, den Plan auf Ukrainisch ins Netz. Eine Übersicht ĂŒber einige VorschlĂ€ge:

Ukrainische und europÀische Sicherheit

Die SouverĂ€nitĂ€t der Ukraine wird bestĂ€tigt. Vereinbart wird, sich gegenseitig nicht anzugreifen. Die Ukraine verzichtet in ihrer Verfassung auf einen Beitritt zur Nato. Die Nato legt sich fest, die Ukraine niemals aufzunehmen und auch keine Truppen in der Ukraine zu stationieren. Russland soll sich per Gesetz dazu verpflichten, Aggressionen gegenĂŒber Europa und der Ukraine abzuschwören.

Die Ukraine bleibt atomwaffenfrei. Sie erhĂ€lt - im Text nicht nĂ€her erlĂ€uterte - «zuverlĂ€ssige Sicherheitsgarantien» der USA zum Schutz vor kĂŒnftigen russischen Aggressionen. Die USA wiederum werden fĂŒr diese Garantien entlohnt. Die TruppenstĂ€rke der ukrainischen Armee wird auf 600.000 Mann begrenzt - von derzeit nach Medienberichten 800.000 bis 850.000 Mann. Die Ukraine darf der EU beitreten.

Territorialfragen

Die Krim und die ebenfalls annektierten ukrainischen Gebiete Donezk und Luhansk werden als faktisch russisch anerkannt. Die ukrainische Armee rĂ€umt die Teile von Donezk, die sie jetzt noch unter Kontrolle hat. In den sĂŒdlichen Gebieten Saporischschja und Cherson wird der aktuelle Frontverlauf als Trennlinie festgelegt. 

Die russische Armee rĂ€umt die besetzten Gebiete in den Regionen Charkiw und Sumy. Russland verzichtet auf weitere GebietsansprĂŒche. Territorialfragen dĂŒrfen nur friedlich gelöst werden, sonst sind alle Sicherheitsgarantien nichtig. Das Atomkraftwerk Saporischschja wird der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA unterstellt, der dort produzierte Strom zu gleichen Teilen zwischen der Ukraine und Russland aufgeteilt. 

Wiederaufbau der Ukraine - Rehabilitierung Russlands

Es wird ein internationaler Fonds zum Wiederaufbau und zur Entwicklung der ukrainischen Infrastruktur gegrĂŒndet. Die USA helfen besonders beim Ausbau der ukrainischen Gasindustrie. 100 Milliarden US-Dollar des beschlagnahmten russischen Staatsvermögens fließen in von den USA angefĂŒhrte BemĂŒhungen fĂŒr Wiederaufbau und Investitionen in der Ukraine. Die USA erhalten 50 Prozent möglicher Gewinne. Die EU steuert 100 Milliarden US-Dollar zum Wiederaufbau bei und gibt beschlagnahmtes russisches Vermögen wieder frei.

Russland wird wieder in die Weltwirtschaft integriert. 

HumanitÀre Fragen, Wahlen und Waffenstillstand

Gefangene und Tote werden nach dem Prinzip «Alle gegen alle» ausgetauscht. FĂŒr alle am Krieg Beteiligten gibt es eine umfassende Amnestie. Die Ukraine sichert die sprachlichen und religiösen Rechte von Minderheiten nach EU-Standards zu.

In der Ukraine finden 100 Tage nach Abschluss des Abkommens Wahlen statt.

Wenn alle Seiten der Einigung zugestimmt haben und der vereinbarte militĂ€rische RĂŒckzug abgeschlossen ist, beginnt der Waffenstillstand.

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