North Carolina: Cooper holt Republikanern Senatssitz
Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 02:39 Uhr | dpa, AD HOC NEWSCooper gewinnt vakanten Senatssitz
- Roy Cooper setzte sich in North Carolina gegen den Republikaner Michael Whatley durch.
- Der bisherige Senator Thom Tillis hatte auf eine erneute Kandidatur verzichtet.
- Bei den Midterms wurden insgesamt 35 der 100 Senatssitze neu vergeben.
Roy Cooper gewinnt Senatssitz in North Carolina
Im US-Bundesstaat North Carolina haben die Demokraten bei der Senatswahl einen Sitz hinzugewonnen. Ihr Kandidat Roy Cooper entschied das Rennen gegen den Republikaner Michael Whatley für sich, wie die Nachrichtenagentur AP auf Grundlage von Wählerbefragungen und Stimmauszählungen meldete.
Demokraten drehen republikanisches Mandat
Damit nehmen die Demokraten den Republikanern einen der insgesamt 100 Sitze im US-Senat ab. Die Republikaner hatten vor der Wahl die Mehrheit in der Kammer.
Für die Demokraten ist der Erfolg deshalb politisch bedeutsam. Bei den Parlamentswahlen standen 35 Senatssitze zur Abstimmung.
Cooper setzt sich gegen Whatley durch
Cooper war früher Gouverneur von North Carolina. In seinem Wahlkampf griff er die Sorgen vieler Bürgerinnen und Bürger über hohe Lebenshaltungskosten auf und warb mit seiner langjährigen politischen Erfahrung sowie seiner Bilanz auf Bundesstaatsebene.
Whatley war zuvor Vorsitzender der Republikanischen Partei. Er gilt als enger Vertrauter von Präsident Donald Trump und unterstützte unter anderem dessen vielfach widerlegte Behauptung, der Sieg bei der Präsidentenwahl 2020 sei durch massiven Betrug gestohlen worden.
Tillis tritt nicht erneut an
Der bisherige republikanische Senator Thom Tillis kandidierte nicht erneut. In einer Zeit, in der die Republikaner weithin als Trumps Partei wahrgenommen wurden, hatte er sich zuletzt als deutlicher Kritiker des Präsidenten profiliert.
Mit Coopers Sieg verlieren die Republikaner einen Sitz in einem Bundesstaat, der zu den entscheidenden Schauplätzen im Kampf um die Senatsmehrheit zählt.
North Carolina gehört zu den Bundesstaaten, in denen sich die Mehrheitsverhältnisse im US-Senat besonders knapp entscheiden können. Der Sitz war vakant, weil der republikanische Amtsinhaber Thom Tillis nicht erneut kandidierte. Damit entstand ein offenes Rennen, in dem die Demokraten mit dem früheren Gouverneur Roy Cooper und die Republikaner mit Michael Whatley antraten.
Die Wahl ist Teil der Midterm-Wahlen, bei denen 35 der 100 Senatssitze zur Abstimmung standen. Die Republikaner verfügten zuvor über die Mehrheit. Für die Demokraten zählt deshalb jeder Sitzgewinn, weil sie mehrere republikanisch gehaltene Mandate drehen müssten, um die Kontrolle über die Kammer zu übernehmen.
North Carolina als politisches Testfeld
Der Bundesstaat gilt bei Präsidentschaftswahlen überwiegend als republikanisch geprägt, zugleich können demokratische Kandidaten bei Senats- und Gouverneurswahlen konkurrenzfähig sein. Coopers langjährige Erfahrung auf Ebene des Bundesstaats traf auf Whatleys enge Verbindung zu Präsident Donald Trump und zur republikanischen Parteiführung.
Im Wahlkampf standen neben der parteipolitischen Ausrichtung die wirtschaftlichen Sorgen vieler Wähler im Mittelpunkt. Cooper sprach insbesondere die hohen Lebenshaltungskosten an. Für die nationale Politik ist sein Sieg relevant, weil eine demokratische Mehrheit im Senat die Kontrolle von Ausschüssen, Gesetzgebung und die Bestätigung von Präsidentenpersonal beeinflussen könnte.
Folgen für die Mehrheitsfrage
Der Sitzgewinn allein beendet die republikanische Mehrheit nicht. Er erhöht aber den Druck auf die Republikaner in weiteren umkämpften Staaten und macht North Carolina zu einem frühen Signal für die Stärke der demokratischen Mobilisierung bei den Midterms.
