Papst Leo XIV. kehrt nach Lungenkrebs-OP in Vatikan zurĂŒck
Veröffentlicht am: 18.10.2026 um 15:31 Uhr | dpa, AD HOC NEWSLeos RĂŒckkehr und nĂ€chste Schritte
- Leo XIV. verlieĂ das Gemelli-Krankenhaus am Samstag gegen 15.30 Uhr.
- Beim Angelus-Gebet sprach der Papst acht Minuten vom Fenster des Apostolischen Palastes.
- Die geplante SĂŒdamerika-Reise soll Argentinien, Uruguay und Peru umfassen.
Leo XIV. kehrt nach Krebsoperation in den Vatikan zurĂŒck
Papst Leo XIV. hat nach einer Operation wegen eines bösartigen Lungentumors seine Pflichten im Vatikan wieder aufgenommen. Beim Angelus-Gebet auf dem Petersplatz empfingen ihn mehr als 30.000 Menschen mit Jubel.
Dank an GlÀubige und Klinikpersonal
Der 71-JĂ€hrige sprach am Sonntag acht Minuten lang vom Fenster seines Arbeitszimmers im Apostolischen Palast. Er bedankte sich fĂŒr GenesungswĂŒnsche und Gebete aus aller Welt und erinnerte zugleich an andere Krebskranke.
Leo wirkte körperlich stabil, sprach mit fester Stimme und hatte nach Angaben der dpa keine erkennbaren Atemprobleme. Viele Besucher zeigten sich erleichtert, weil der Papst frĂŒher als erwartet aus dem Krankenhaus zurĂŒckgekehrt war.
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Ărzte sehen Operation als gelungen
Eine Woche vor dem Auftritt hatte Leo seine Erkrankung öffentlich gemacht. Am Dienstag war ihm im Gemelli-Krankenhaus der untere Lappen des rechten LungenflĂŒgels entfernt worden, weil sich dort ein bösartiger Tumor befand.
Nach Angaben der Ărzte gelang der Eingriff vollstĂ€ndig. Ob sich der Krebs an anderer Stelle im Körper ausgebreitet hat, ist jedoch weiterhin offen. Auch zu einer möglichen weiteren Behandlung Ă€uĂerten sich die Mediziner nicht im Detail.
Schrittweise RĂŒckkehr zu den Aufgaben
Der Papst bedankte sich beim Personal der Gemelli-Klinik und kĂŒndigte an, seine AktivitĂ€ten nach Ăberwindung der heiklen Phase schrittweise wieder aufzunehmen. Bekannt ist, dass er Atemtherapie erhĂ€lt.
Die Planungen fĂŒr eine SĂŒdamerika-Reise im November laufen weiter. Vorgesehen sind Stationen in Argentinien, Uruguay und Peru; auĂerdem steht ein Besuch in einer Stadt auf 3.400 Metern Höhe auf dem Programm.
Telefonat mit Putin im Krankenhaus
Noch wĂ€hrend seines Aufenthalts telefonierte Leo mit dem russischen PrĂ€sidenten Wladimir Putin. Nach Angaben des Vatikans Ă€uĂerte er tiefe Besorgnis ĂŒber die humanitĂ€re Lage in einer seit Monaten von Russland abgeriegelten Kleinstadt in der Region Cherson.
Putin ging auf die Forderung nach einer Waffenruhe nicht ein und gab der Ukraine die Verantwortung. Der Vatikan bemĂŒht sich seit Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 wiederholt um Vermittlung.
Gesundheitszustand bleibt im Mittelpunkt
Der Chirurg Stefano Margaritora erklĂ€rte, er erwarte, dass der Papst in etwa zehn Tagen vollstĂ€ndig genesen werde. Medizinische GrĂŒnde gegen die geplante Reise sehe er nicht.
Mit 71 Jahren gilt Leo als vergleichsweise junger Papst. Der gebĂŒrtige US-Amerikaner Robert Francis Prevost war vor eineinhalb Jahren gewĂ€hlt worden und hatte zuletzt unter anderem mit einem Lehrschreiben zur KĂŒnstlichen Intelligenz sowie mit Kontroversen mit US-PrĂ€sident Donald Trump fĂŒr Aufmerksamkeit gesorgt.
Die RĂŒckkehr in den Vatikan markiert fĂŒr Leo XIV. den Ăbergang von der akuten Behandlung zur vorsichtigen Erholung. Nach der Entfernung des Tumors bleibt die medizinische Frage entscheidend, ob sich die Erkrankung ĂŒber den operierten Bereich hinaus ausgebreitet hat. Dazu haben die behandelnden Ărzte bislang keine nĂ€heren Angaben gemacht.
FĂŒr den Vatikan bedeutet der öffentliche Auftritt zugleich ein Signal politischer und institutioneller KontinuitĂ€t. Leo nahm bereits im Krankenhaus ein internationales Thema auf und telefonierte mit Wladimir Putin ĂŒber die humanitĂ€re Lage in der Ukraine. Damit verband sich seine persönliche Genesung mit der fortgesetzten diplomatischen Rolle des Heiligen Stuhls.
ReiseplÀne unter medizinischem Vorbehalt
In den kommenden Wochen dĂŒrfte der Gesundheitszustand des Papstes besonders aufmerksam beobachtet werden. Die geplante SĂŒdamerika-Reise im November wĂŒrde lange Flugstrecken und einen Aufenthalt in groĂer Höhe umfassen. Die Aussage des Chirurgen, es gebe derzeit keine medizinischen GrĂŒnde gegen die Reise, schafft eine Grundlage fĂŒr die Planungen, ersetzt aber keine laufende Ă€rztliche Kontrolle.
FĂŒr GlĂ€ubige und Besucher ist vor allem relevant, in welchem Umfang Leo seine öffentlichen Termine wieder aufnehmen kann. Der Papst kĂŒndigte selbst eine schrittweise RĂŒckkehr an. Atemtherapie, Nachuntersuchungen und die noch offene Frage weiterer Befunde werden das Tempo dieser RĂŒckkehr bestimmen.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
n-tv: âPapst will Gebet vor Zehntausenden GlĂ€ubigen sprechenâ (18.10.2026)
Der Beitrag habe den bevorstehenden Angelus-Auftritt vor zahlreichen GlĂ€ubigen in den Mittelpunkt gestellt. Anders als die vorliegende Meldung habe er den öffentlichen Auftritt zunĂ€chst als angekĂŒndigten nĂ€chsten Schritt behandelt; die dpa-Meldung beschreibe bereits die RĂŒckkehr und das Gebet selbst.
Deutschlandfunk: âNach Krankenhausaufenthalt - Papst Leo XIV. in Vatikan zurĂŒckgekehrtâ (18.10.2026)
Der Bericht habe die RĂŒckkehr des 71-JĂ€hrigen und die Entfernung eines Teils des rechten LungenflĂŒgels hervorgehoben. Damit bestĂ€tige er den medizinischen Kern; die dpa-Meldung ordne zusĂ€tzlich die offenen Befunde, die Reiseplanung und Leos diplomatische AktivitĂ€ten ein.
Ăbereinstimmend steht die schnelle RĂŒckkehr nach der Operation im Zentrum. Unterschiede ergeben sich vor allem beim Schwerpunkt zwischen dem öffentlichen Angelus-Auftritt und den medizinischen sowie politischen Folgen; offen bleibt weiterhin der genaue weitere Behandlungsplan.
