Papst Leo XIV.: Lungenkrebs hat nicht gestreut
Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 21:57 Uhr | dpa, AD HOC NEWSLeos Befunde nach der Operation
- Die Ärzte stellten bei Papst Leo XIV. ein lokal begrenztes Lungenadenokarzinom fest.
- Der Tumor saĂź im unteren Lappen des rechten LungenflĂĽgels.
- Das entfernte Gewebe wurde histologisch und molekularbiologisch untersucht.
- Die SĂĽdamerika-Reise mit Uruguay, Argentinien und Peru ist fĂĽr Anfang November geplant.
Ärzte bestätigen lokal begrenzten Lungenkrebs
Der Lungenkrebs bei Papst Leo XIV. hat nach Angaben seiner Ärzte nicht gestreut. Untersuchungen des bei einer Operation entfernten Gewebes aus der Lunge bestätigten, dass die Erkrankung lokal begrenzt war und keine weitere Therapie erforderlich ist.
Befunde aus der Gemelli-Klinik
Die behandelnden Ärzte teilten in der Gemelli-Klinik in Rom mit, die endgültigen histologischen Befunde und molekularbiologischen Untersuchungen seien ausgewertet worden. Bei dem 71 Jahre alten Oberhaupt der katholischen Kirche handele es sich um ein Lungenadenokarzinom.
Am Dienstag vergangener Woche war dem Papst der untere Lappen des rechten Lungenflügels entfernt worden. Der bösartige Tumor befand sich in diesem Bereich. Nach wenigen Tagen konnte Leo die Klinik wieder verlassen.
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Keine weitere Krebstherapie vorgesehen
Die Ärzte erklärten, die Ergebnisse hätten bestätigt, dass die Erkrankung lokal begrenzt gewesen sei. Eine weitere Therapie sei aus Sicht der Mediziner deshalb nicht nötig.
Bereits am Tag nach seiner Entlassung sprach Leo das traditionelle Angelus-Gebet vom Fenster des Apostolischen Palastes aus. Zuvor hatte er auf dem Petersplatz ĂĽberraschend von einem Knoten in der Lunge gesprochen, der sich im Anfangsstadium befinde.
SĂĽdamerika-Reise bleibt geplant
Für Anfang November ist eine fast zweiwöchige Reise nach Uruguay, Argentinien und Peru vorgesehen. Einer der behandelnden Ärzte hatte erklärt, aus medizinischer Sicht spreche nichts gegen den Trip.
Offen bleibt, ob das umfangreiche Programm an den Zustand des Papstes angepasst wird. Besonders der geplante Besuch der peruanischen Andenstadt Cusco in 3.400 Metern Höhe gilt als Belastung, weil die dünnere Luft nach einer Lungenerkrankung Atemprobleme begünstigen kann.
Die Mitteilung der behandelnden Ärzte markiert für den Vatikan den Abschluss der wichtigsten diagnostischen Phase nach dem Eingriff. Entscheidend ist nicht nur die Bezeichnung des Tumors, sondern vor allem die Feststellung, dass die Erkrankung lokal begrenzt war und keine zusätzliche Krebstherapie erforderlich ist.
Bei einem Lungenadenokarzinom hängen Behandlung und Nachsorge wesentlich davon ab, ob der Tumor vollständig entfernt werden konnte und ob sich Hinweise auf eine Ausbreitung finden. Die Entfernung eines Lungenlappens kann die Atmung im Alltag dennoch beeinträchtigen, insbesondere unmittelbar nach der Operation. Für den Papst bedeutet die ärztliche Einschätzung daher voraussichtlich eine Phase der Nachsorge und körperlichen Erholung, nicht aber eine weitere onkologische Behandlung.
Reisepläne bleiben der nächste Belastungstest
Politisch und organisatorisch richtet sich der Blick nun auf das geplante Programm in Südamerika. Eine Reise mit mehreren Ländern, langen Flugstrecken und einem Aufenthalt in großer Höhe stellt auch für einen rekonvaleszenten 71-Jährigen besondere Anforderungen. Cusco liegt auf rund 3.400 Metern; die dünnere Luft kann gerade nach einer Lungenerkrankung Atembeschwerden begünstigen.
Die ärztliche Einschätzung, dass keine weitere Therapie nötig sei, schafft zwar eine günstigere Ausgangslage für die Reiseplanung. Ob das Programm unverändert umgesetzt wird, dürfte jedoch auch von der körperlichen Belastbarkeit und der weiteren Nachsorge abhängen.
