Papst Leo XIV. spricht nach Krebs-OP vor Zehntausenden
Veröffentlicht am: 18.10.2026 um 13:11 Uhr | dpa, AD HOC NEWSLeos RĂŒckkehr und die nĂ€chsten Termine
- Leo XIV. wandte sich am Sonntag vom Apostolischen Palast aus an die Menschen auf dem Petersplatz.
- Der Papst dankte dem Personal der Gemelli-Klinik fĂŒr die Behandlung nach der 90-minĂŒtigen Operation.
- Die geplante Reise nach Uruguay, Argentinien und Peru im November wird weiter vorbereitet.
Leo XIV. spricht nach Krebs-Operation zu GlÀubigen
Papst Leo XIV. hat nach seiner Lungenkrebs-Operation seine Pflichten im Vatikan wieder aufgenommen und beim Angelus-Gebet vor Zehntausenden auf dem Petersplatz gesprochen. Der 71-JĂ€hrige wirkte bei seinem ersten öffentlichen Auftritt nach dem Eingriff Ă€uĂerlich gesund und sprach rund acht Minuten mit fester Stimme.
Beifall auf dem Petersplatz
Vom Fenster seines Arbeitszimmers im dritten Stock des Apostolischen Palastes sagte Leo: «Liebe BrĂŒder und Schwestern, einen schönen Sonntag!» Viele GlĂ€ubige reagierten mit Freude und Erleichterung auf die RĂŒckkehr des Papstes in die Ăffentlichkeit.
Der Papst bedankte sich bei den Ărzten und Mitarbeitern der Gemelli-Klinik. Dort war ihm am vergangenen Dienstag in einer 90-minĂŒtigen Operation der untere Lappen des rechten LungenflĂŒgels mit einem bösartigen Tumor entfernt worden.
Genesung schreitet voran
Leo erklĂ€rte, sobald die heikle Phase ĂŒberwunden sei, werde er seine AktivitĂ€ten schrittweise wieder aufnehmen. Die Ărzte hatten sich jedoch nicht dazu geĂ€uĂert, ob der Krebs nach der Entfernung des Tumors vollstĂ€ndig beseitigt ist oder ob sich Metastasen gebildet haben.
Der Papst konnte das Krankenhaus bereits am Samstag verlassen, frĂŒher als zunĂ€chst erwartet. Vor der Entlassung wurden unter anderem sein Brustkorb geröntgt und Blut untersucht. Leo erhĂ€lt Atemtherapie und dĂŒrfte sich zunĂ€chst noch einige Tage schonen.
SĂŒdamerika-Reise wird weiter vorbereitet
Die Planungen fĂŒr eine Reise nach Uruguay, Argentinien und Peru im November laufen weiter. Der Chirurg Stefano Margaritora erklĂ€rte, er sehe keine medizinischen GrĂŒnde, die gegen die Reise sprĂ€chen, und halte Leo in etwa zehn Tagen fĂŒr vollstĂ€ndig genesen.
WĂ€hrend seines Krankenhausaufenthalts telefonierte der Papst auĂerdem mit dem russischen PrĂ€sidenten Wladimir Putin. Dabei Ă€uĂerte er seine tiefe Besorgnis ĂŒber die humanitĂ€re Lage in der ukrainischen Frontstadt Oleschky und forderte einen Waffenstillstand.
Ein Papst mit internationaler Agenda
Leo XIV. heiĂt bĂŒrgerlich Robert Francis Prevost und stammt aus den USA. Der 71-JĂ€hrige ist seit eineinhalb Jahren Papst und hat unter anderem mit einem Lehrschreiben zu KĂŒnstlicher Intelligenz sowie Kontroversen mit US-PrĂ€sident Donald Trump internationale Aufmerksamkeit erregt.
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Die RĂŒckkehr von Leo XIV. in den Vatikan fĂ€llt in eine Phase, in der der Gesundheitszustand des Papstes unmittelbar mit der ArbeitsfĂ€higkeit des Kirchenoberhaupts verknĂŒpft ist. Nach der Entfernung eines Lungentumors steht zunĂ€chst die Erholung im Mittelpunkt. Die behandelnden Ărzte haben eine schrittweise Wiederaufnahme der AktivitĂ€ten in Aussicht gestellt, zugleich aber keine detaillierten Angaben zum weiteren Behandlungsplan oder zum möglichen Vorliegen von Metastasen gemacht.
FĂŒr den Vatikan ist der öffentliche Auftritt auf dem Petersplatz deshalb mehr als ein symbolischer Moment. Das Angelus-Gebet signalisiert KontinuitĂ€t und ermöglicht es dem Papst, sich direkt an die GlĂ€ubigen zu wenden, ohne bereits zum normalen Reise- und Arbeitsrhythmus zurĂŒckzukehren. Atemtherapie und Schonung dĂŒrften die nĂ€chsten Tage prĂ€gen.
ReiseplÀne bleiben unter Beobachtung
Besondere Bedeutung hat die geplante SĂŒdamerikareise im November. Sie soll Uruguay, Argentinien und Peru umfassen und damit auch LĂ€nder berĂŒhren, zu denen Leo XIV. persönliche und kirchliche Verbindungen hat. Der Operateur hĂ€lt die Reise medizinisch grundsĂ€tzlich fĂŒr möglich, doch die endgĂŒltige Belastbarkeit muss sich erst im weiteren Genesungsverlauf zeigen.
Parallel bleibt der Papst politisch und humanitĂ€r aktiv. Sein Telefonat mit Wladimir Putin und der Appell fĂŒr eine Waffenruhe in Oleschky zeigen, dass selbst wĂ€hrend des Krankenhausaufenthalts auĂenpolitische und humanitĂ€re Themen auf seiner Agenda standen. FĂŒr die katholische Kirche verbindet sich damit die Frage, wie Leo XIV. seine öffentliche PrĂ€senz, seine internationalen Verpflichtungen und die notwendige medizinische Erholung in Einklang bringt.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
BR24: âPapst kann wohl trotz Krebserkrankung nach SĂŒdamerika fliegenâ (18.10.2026)
Der Bericht bestĂ€tigt die EinschĂ€tzung des Operateurs, wonach keine medizinischen GrĂŒnde gegen die geplante Reise sprĂ€chen. Sein Schwerpunkt liegt auf der möglichen Fortsetzung des Reiseplans, wĂ€hrend die dpa-Meldung zusĂ€tzlich den ersten öffentlichen Auftritt und die offene Frage nach Metastasen beschreibt.
Deutschlandfunk: âPapst Leo will nach ĂŒberstandener Operation das Angelus-Gebet sprechenâ (18.10.2026)
Der Beitrag kĂŒndigte den Auftritt am Fenster des Arbeitszimmers im Apostolischen Palast an und bestĂ€tigt damit den zentralen Ablauf der dpa-Meldung. Anders als die aktuelle Meldung konzentrierte er sich auf die bevorstehende RĂŒckkehr zum Angelus-Gebet; der weitere Genesungsverlauf blieb dabei offen.
Beide BeitrĂ€ge stimmen mit dem Kern der Meldung ĂŒberein: Leo XIV. nimmt nach der Operation wieder öffentlich Kontakt zu den GlĂ€ubigen auf, wĂ€hrend die Reiseplanung weiter im Raum steht. Offen bleiben der genaue medizinische Befund und die konkrete Belastbarkeit des Papstes in den kommenden Wochen.
