PrÀsident, Tschechien

Tschechien: Regierung tritt nach Wahlniederlage zurĂŒck

06.11.2025 - 13:09:13

Petr Fiala muss nach vier Jahren als Regierungschef gehen. Der MilliardĂ€r Andrej Babis will mit einem rechten BĂŒndnis zurĂŒck an die Spitze. Doch ein Gesetz könnte zum Hindernis werden.

  • Der tschechische MilliardĂ€r und GrĂŒnder der Partei ANO, Andrej Babis, bei einem Wahlkampfauftritt im Prager Stadtteil Modrany. Nun will der Ex-Regierungschef mit einem rechten DreierbĂŒndnis zurĂŒck an die Macht. (Archivbild) - Foto: Michael Heitmann/dpa

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  • Der tschechische Regierungschef Petr Fiala gibt seine Stimme bei den Parlamentswahlen in einem Wahllokal ab. Nach der Niederlage seiner liberalkonservativen Koalition hat sein Kabinett nun seinen RĂŒcktritt erklĂ€rt. (Archivbild) - Foto: Darko Bandic/AP/dpa

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Der tschechische MilliardĂ€r und GrĂŒnder der Partei ANO, Andrej Babis, bei einem Wahlkampfauftritt im Prager Stadtteil Modrany. Nun will der Ex-Regierungschef mit einem rechten DreierbĂŒndnis zurĂŒck an die Macht. (Archivbild) - Foto: Michael Heitmann/dpaDer tschechische Regierungschef Petr Fiala gibt seine Stimme bei den Parlamentswahlen in einem Wahllokal ab. Nach der Niederlage seiner liberalkonservativen Koalition hat sein Kabinett nun seinen RĂŒcktritt erklĂ€rt. (Archivbild) - Foto: Darko Bandic/AP/dpa

Rund einen Monat nach der Niederlage bei der Parlamentswahl hat die bisherige liberalkonservative Regierung in Tschechien offiziell ihren RĂŒcktritt beschlossen. Man werde alles fĂŒr eine reibungslose und wĂŒrdevolle MachtĂŒbergabe tun, versprach der scheidende MinisterprĂ€sident Petr Fiala in Prag.

Man ĂŒberlasse das Land nach vier Jahren in einem besseren Zustand, als man es vorgefunden habe, sagte der 61-JĂ€hrige. Bis zur Ernennung einer neuen Regierung wird das Kabinett die AmtsgeschĂ€fte vorĂŒbergehend weiterfĂŒhren.

Rechtes BĂŒndnis drĂ€ngt an die Macht

Die stĂ€rkste Kraft im neuen Abgeordnetenhaus ist die rechtspopulistische ANO des Ex-Regierungschefs Andrej Babis. Der MilliardĂ€r hat bereits mit zwei Parteien am rechten Rand einen Koalitionsvertrag unterzeichnet. Gemeinsam mit der Autofahrerpartei Motoristen und der Nato- und EU-kritischen Freiheit und direkte Demokratie (SPD) von Tomio Okamura verfĂŒgt die ANO ĂŒber 108 der 200 Sitze in der wichtigeren der beiden Parlamentskammern.

PrÀsident hat Bedenken

Doch der Prozess der Bildung einer neuen Regierung dĂŒrfte sich noch in die LĂ€nge ziehen. Der liberale PrĂ€sident und Ex-Nato-General Pavel hat Bedingungen fĂŒr eine Ernennung des DreierbĂŒndnisses gestellt. Er forderte, dass Babis öffentlich erklĂ€rt, wie er seinen Interessenkonflikt als Politiker und Besitzer einer großen Firmenholding lösen wolle. 

Ein Gesetz aus dem Jahr 2006 soll solche Interessenkonflikte eigentlich unterbinden. Es verbietet unter anderem die GewÀhrung von Subventionen an Unternehmen, an denen ein AmtstrÀger einen Anteil von 25 Prozent oder mehr hÀlt.

@ dpa.de