USA, Iran

USA verlegen Medien zufolge FlugzeugtrÀger nach Nahost

16.01.2026 - 03:14:04

PrÀsident Trump droht immer wieder mit einem Eingreifen im Iran. Bislang sind MilitÀraktionen ausgeblieben. Nun verlegen die USA Medienberichten zufolge noch mehr KrÀfte in die Region.

  • Vor gut zwei Wochen starteten die Proteste im Iran. (Archivbild) - Foto: Uncredited/UGC/AP/dpa

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  • Mehrere US-Medien berichten, dass der FlugzeugtrĂ€ger auf dem Weg in den Nahen Osten sei (Archivbild). - Foto: Fazry Ismail/Pool EPA/AP/dpa

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  • Trump droht dem Iran mit einem militĂ€rischen Eingreifen.  - Foto: Alex Brandon/AP/dpa

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Vor gut zwei Wochen starteten die Proteste im Iran. (Archivbild) - Foto: Uncredited/UGC/AP/dpaMehrere US-Medien berichten, dass der FlugzeugtrÀger auf dem Weg in den Nahen Osten sei (Archivbild). - Foto: Fazry Ismail/Pool EPA/AP/dpaTrump droht dem Iran mit einem militÀrischen Eingreifen.  - Foto: Alex Brandon/AP/dpa

Nach den Drohungen von US-PrĂ€sident Donald Trump gegen den Iran verstĂ€rken die USA Medienberichten zufolge ihre militĂ€rische PrĂ€senz in Nahost. Der FlugzeugtrĂ€ger «USS Abraham Lincoln» und Begleitschiffe seien auf dem Weg vom SĂŒdchinesischen Meer in die Region, berichteten unter anderem die «New York Times» und das Portal «Axios». 

Der von einem Atomreaktor angetriebene FlugzeugtrĂ€ger transportiert normalerweise mehrere Tausend Soldaten sowie Dutzende Kampfflugzeuge und wird von Zerstörern der Marine begleitet. Die «USS Abraham Lincoln» soll in etwa einer Woche im Nahen Osten ankommen. Zudem wĂŒrden zusĂ€tzliche Waffen und VerteidigungsausrĂŒstung dorthin gebracht, berichtete die «New York Times». Es könnten auch weitere Kampfflugzeuge folgen. Eine offizielle BestĂ€tigung der Verlegung durch das Pentagon gab es zunĂ€chst nicht. 

Seit Beginn der Massenproteste gegen das autoritĂ€re Herrschaftssystem der Islamischen Republik Ende Dezember hat Trump dem Iran bereits mehrfach mit einem Eingreifen der USA gedroht. Ausgelöst wurden die Proteste unter anderem von einer dramatischen Wirtschaftskrise, einer sehr hohen Inflationsrate und großer Unzufriedenheit mit der FĂŒhrung in Teheran. Irans Sicherheitsapparat hat die Proteste brutal niedergeschlagen. Menschenrechtler sprechen von Tausenden Toten. 

UN fordern Stopp von geplanten Hinrichtungen

Bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats in New York drohte der UN-Botschafter der USA, Mike Waltz, dem Iran erneut mit einer militÀrischen Eskalation. US-PrÀsident Donald Trump sei «ein Mann der Tat, nicht der endlosen Worte, wie wir sie bei den UN sehen», sagte er. «Er hat klargestellt, dass alle Optionen auf dem Tisch liegen, um das Schlachten zu beenden.»

Das Treffen des Sicherheitsrats war auf Bitten der USA angesetzt worden. Das Gremium ist das mĂ€chtigste Organ der Vereinten Nationen. Seine Aufgabe ist es, internationalen Frieden und Sicherheit zu wahren. HĂ€ufig blockieren sich dort die GroßmĂ€chte USA, Russland und China jedoch gegenseitig. 

Die Vereinten Nationen forderten den Iran auf, jegliche geplanten Hinrichtungen von Demonstranten aufzuhalten und alle TodesfĂ€lle unabhĂ€ngig und transparent aufzuklĂ€ren. UN-GeneralsekretĂ€r AntĂłnio Guterres rufe alle Beteiligten zu grĂ¶ĂŸtmöglicher ZurĂŒckhaltung auf, hieß es. 

USA: 800 angesetzte Hinrichtungen abgesagt

Nach Darstellung des Weißen Hauses wurden auf US-Druck 800 geplante Hinrichtungen abgesagt. Sprecherin Karoline Leavitt machte keine Angaben zur Quelle fĂŒr diese Information, die Trump erhalten haben soll. Der PrĂ€sident hatte bereits am Vortag gesagt, ihm sei «von sehr wichtigen Quellen auf der anderen Seite» zugesichert worden, dass Tötungen im Iran aufhören wĂŒrden. Trump hatte Teheran davor gewarnt, Teilnehmer der Proteste hinrichten zu lassen. 

Die vom Weißen Haus genannte Zahl von angeblich 800 abgesagten Hinrichtungen scheint allerdings ungewöhnlich hoch. Im ganzen Jahr 2024 etwa wurden im Iran laut Amnesty International 972 Menschen hingerichtet.

Am Mittwoch hatte eine Sperrung des iranischen Luftraums Spekulationen ĂŒber einen möglichen US-Luftangriff ausgelöst. «Nur PrĂ€sident Trump weiß, was er unternehmen wird» - und eine sehr kleine Gruppe von Beratern sei mit seinen AnsĂ€tzen vertraut, sagte Leavitt.

Die Website «Axios» berichtete, Trump zögere eine Entscheidung zu einem möglichen Angriff auf den Iran hinaus, wĂ€hrend das Weiße Haus darĂŒber unter anderem mit VerbĂŒndeten berate. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu habe Trump demnach gebeten, dem Land mehr Zeit fĂŒr die Vorbereitung auf einen möglichen iranischen Vergeltungsschlag zu geben. Auch die «New York Times» schrieb, dass Netanjahu um einen Aufschub eines US-Angriffs gebeten habe. Leavitt bestĂ€tigte lediglich ein GesprĂ€ch von Netanjahu und Trump.

Schweiz bestellt iranischen Botschafter ein

Derweil bestellte die Schweiz den iranischen Botschafter in Bern ein. Das Land habe ihm gegenĂŒber die «grĂ¶ĂŸte Besorgnis» ĂŒber die Gewalt der iranischen SicherheitskrĂ€fte zum Ausdruck gebracht und die entschiedene Ablehnung jeglicher Todesstrafen betont, berichtete die Nachrichtenagentur SDA. 

Unterdessen will die Schweiz auch bei den Spannungen zwischen den USA und dem Iran vermitteln. Der Chef der Abteilung Internationale Sicherheit im Außenministerium, Gabriel LĂŒchinger, telefonierte dazu mit dem SekretĂ€r des Obersten Nationalen Sicherheitsrates des Irans, Ali Laridschani, wie das Amt bestĂ€tigte. Die Schweiz vertritt die Interessen der USA im Iran, weil die USA dort seit 1980 keine diplomatische Vertretung mehr haben. Unter anderem unterhĂ€lt sie in Teheran eine Sektion, die US-BĂŒrgerinnen und -BĂŒrgern konsularischen Beistand gewĂ€hrt.

@ dpa.de

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