Europa, Niederlande

Europol: Terrorismus-Gefahr bleibt hoch

14.06.2023 - 13:07:58

Radikale Islamisten stellen in Europa nach EinschĂ€tzung der Sicherheitsspezialisten aktuell eine der großen Bedrohungen dar. Als gefĂ€hrlich schĂ€tzt Europl auch pro-russische LĂŒgen-Kampagnen ein.

Die Gefahr von terroristischen AnschlĂ€gen in der EU ist nach einem Bericht von Europol weiterhin hoch. Von radikalen Islamisten gehe dabei die grĂ¶ĂŸte Bedrohung aus, heißt es in dem am Mittwoch in Den Haag vorgelegten Jahresbericht zum Terrorismus in der EU. Aber rechts- und linksextremistische terroristische AktivitĂ€ten könnten demnach zunehmen.

Europol warnt, dass auch der Ukraine-Krieg Auswirkungen habe. Vor allem organisierte LĂŒgenkampagnen von pro-russischen Gruppierungen könnten polarisieren und terroristische und extremistische Gewalt schĂŒren. Der Ukraine-Krieg fĂŒhrte Europol zufolge in den ersten Monaten des Jahres 2022 zu mehr terroristischer Gewalt vor allem in der rechtsextremen Szene. Europol beobachtet auch, dass vor allem Rechtsextremisten zunehmend Waffen aus 3D-Druckern einsetzen.

Die meisten der 380 Terrorismus-VerdĂ€chtigen, die im vergangenen Jahr festgenommen worden waren, hatten dem Bericht zufolge einen islamistischen Hintergrund. 2022 waren der Polizeibehörde zufolge 28 TerroranschlĂ€ge in der EU registriert worden. Dabei waren vier Menschen getötet worden. Zwei bei einem Anschlag von Islamisten und zwei bei rechtsextremen Attacken. «Der Kampf gegen Terrorismus bleibt eine PrioritĂ€t fĂŒr Europol und die EU», sagte Europol-Chefin Catherine De Bolle.

Von EinzeltĂ€tern gehe zurzeit die grĂ¶ĂŸte Gefahr aus, stellt Europol fest. Die meisten Angriffe seien im vergangenen Jahr von VerdĂ€chtigen ausgefĂŒhrt worden, die alleine gehandelt hĂ€tten.

@ dpa.de