RAF Fairford: FĂŒnf MĂ€nner unter Terrorverdacht festgenommen
Veröffentlicht am: 27.09.2026 um 15:49 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
FĂŒnf MĂ€nner sind nach einem Vorfall nahe dem britischen LuftwaffenstĂŒtzpunkt RAF Fairford wegen des Verdachts auf die Vorbereitung eines terroristischen Anschlags festgenommen worden.
VerdÀchtige Fahrzeuge nahe MilitÀrbasis
Gegen die MĂ€nner wird nach Angaben der Nachrichtenagentur PA auĂerdem wegen möglicher VerstöĂe gegen das Sprengstoffgesetz ermittelt. Die MilitĂ€rbasis in Gloucestershire wird von der US-Luftwaffe genutzt.
Die Polizei war in der Nacht zum Sonntag auf drei verdĂ€chtige Fahrzeuge aufmerksam geworden, die in Richtung des LuftwaffenstĂŒtzpunkts unterwegs waren. AnschlieĂend nahm sie die fĂŒnf MĂ€nner fest.
85 Haushalte mussten ihre HĂ€user verlassen
Die HintergrĂŒnde des Vorfalls sind bislang nicht bekannt. Eine Sprecherin der britischen Anti-Terror-Polizei sagte laut PA, die Ermittlungen befĂ€nden sich in einem frĂŒhen Stadium.
Rund 85 Haushalte in der NĂ€he des LuftwaffenstĂŒtzpunkts mussten ihre HĂ€user verlassen. Premierminister Andy Burnham werde laufend ĂŒber die Lage informiert.
US-Langstreckenbomber an Basis verlegt
Erst im MĂ€rz hatten die US-StreitkrĂ€fte Langstreckenbomber an die RAF-Basis Fairford verlegt. Das britische Verteidigungsministerium hatte damals bestĂ€tigt, dass die USA britische StĂŒtzpunkte fĂŒr âspezifische Verteidigungsoperationenâ im Iran-Krieg nutzten.
Die US-Nutzung britischer MilitÀrstandorte war zu Beginn des Krieges politisch kontrovers diskutiert worden.
Sicherheitslage rund um den StĂŒtzpunkt
RAF Fairford gehört zu den britischen MilitĂ€rstandorten, die von den US-StreitkrĂ€ften genutzt werden. Die Basis liegt in Gloucestershire und ist damit nicht nur militĂ€risch, sondern auch fĂŒr die umliegenden Gemeinden relevant. Dass rund 85 Haushalte ihre HĂ€user verlassen mussten, zeigt die unmittelbare Auswirkung des Polizeieinsatzes auf die Bevölkerung.
Die Ermittlungen verbinden nach den vorliegenden Angaben zwei Verdachtslagen: die mögliche Vorbereitung eines terroristischen Anschlags und mögliche VerstöĂe gegen das Sprengstoffgesetz. In einem frĂŒhen Stadium mĂŒssen die Behörden zunĂ€chst klĂ€ren, warum sich die drei Fahrzeuge dem GelĂ€nde nĂ€herten, wer die fĂŒnf MĂ€nner sind und ob von ihnen tatsĂ€chlich eine konkrete Gefahr ausging. Der Terrorverdacht beschreibt dabei den Gegenstand der Ermittlungen, nicht deren Ergebnis.
MilitÀrischer Kontext
Die Bedeutung des Vorfalls reicht ĂŒber die Region hinaus, weil Fairford zuletzt im Zusammenhang mit der Nutzung britischer StĂŒtzpunkte fĂŒr US-Operationen im Iran-Krieg stand. Im MĂ€rz waren Langstreckenbomber an die Basis verlegt worden. Dadurch steht der Standort in einem sicherheitspolitisch besonders sensiblen Umfeld.
FĂŒr Anwohner zĂ€hlt zunĂ€chst die praktische Frage, wann sie in ihre HĂ€user zurĂŒckkehren können und ob weitere Absperrungen oder Evakuierungen nötig sind. FĂŒr die britischen Behörden dĂŒrfte zugleich entscheidend sein, ob sich der Verdacht auf einen geplanten Angriff erhĂ€rtet und ob daraus Konsequenzen fĂŒr den Schutz militĂ€rischer Einrichtungen und die Zusammenarbeit mit den USA entstehen.
