Iran, Israel

Totengebet für Chamenei in Teheran abgehalten

05.07.2026 - 08:22:31 | dpa.de

Rund vier Monate nach seiner Tötung soll Irans Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei beerdigt werden. Sein Sohn soll keines der Totengebete leiten.

Mehrere Zeremonien für Chamenei sind geplant.  - Bild: Altaf Qadri/AP/dpa
Mehrere Zeremonien für Chamenei sind geplant. - Bild: Altaf Qadri/AP/dpa

Im Iran hat ein hochrangiger Geistlicher das Totengebet für den im Krieg getöteten obersten Führer Ali Chamenei geleitet. Am zweiten Tag der öffentlichen Trauerfeiern trat der 97-jährige Großajatollah Dschafar Sobhani dabei als Vorbeter auf, wie auf Aufnahmen des Staatsfernsehens zu sehen ist.

Chamenei war am 28. Februar durch einen israelischen Luftangriff auf seinen Amtssitz in Irans Hauptstadt getötet worden. Anschließend führten die USA und Israel mehr als fünf Wochen Krieg gegen den Iran, bis sich Vertreter aus Washington und Teheran Anfang April auf eine Waffenruhe einigten.

Unterdessen registrierte die Betriebsgesellschaft der Teheraner Metro seit gestern mehr als sieben Millionen Fahrten im Zusammenhang mit der Trauerfeier, wie die Nachrichtenagentur Tasnim berichtete. Dabei war unklar, ob auch Rückfahrten mitgezählt wurden. Offizielle Teilnehmerzahlen wurden bislang nicht verkündet.

Der erzkonservative Politiker und ehemalige Präsidentschaftskandidat Said Dschalili forderte Vergeltung. «Rache für den Revolutionsführer ist eine Forderung des Volkes und eine Pflicht der Verantwortlichen», schrieb er auf X.

Beisetzung in Heimatstadt 

Sein Leichnam bleibt noch bis Montag in Teheran. Danach sind Zeremonien in der Pilgerstadt Ghom und dem Nachbarland Irak geplant, ehe Chamenei am Donnerstag in seiner Heimatstadt Maschhad beigesetzt werden soll.

Unterdessen wurde im Iran darüber spekuliert, ob Chameneis Sohn und Nachfolger Modschtaba bei den Trauerzeremonien erstmals nach seiner Ernennung öffentlich auftritt. Iranischen Medien zufolge ist nicht vorgesehen, dass der 56-Jährige ein Gebet leitet. In Ghom soll der einflussreiche Ajatollah Makarem Schirasi (99) das Gebet leiten, in Maschhad Nuri Hamedani (101).

de | ausland | 69693598 |

Weitere Meldungen

Entspannung in Nahost: Airlines erweitern Flüge nach Israel. Auch Condor startet bald regelmäßige Verbindungen. Nach der Entspannung im Irankrieg stockt die Lufthansa-Gruppe ihre Flüge nach Tel Aviv wieder auf. (Wirtschaft, 02.07.2026 - 09:08) weiterlesen...

Kein Treffen USA-Iran in Doha - Streit um Straße von Hormus. Vertreter aus den USA reisen nun zwar nach Katar - ein Treffen mit der iranischen Seite bleibt aber aus. Jüngste Angriffe zwischen den USA und dem Iran schüren Sorgen vor einem Neubeginn des Kriegs. (Ausland, 30.06.2026 - 13:53) weiterlesen...

Treffen USA-Iran in Doha? - Streit um Straße von Hormus. Beide wollen nach US-Angaben nun wieder reden. Warum es dabei erneut um die Meerenge gehen dürfte. Jüngste Angriffe zwischen den USA und dem Iran schüren die Sorge vor einem Neubeginn des Kriegs. (Ausland, 30.06.2026 - 05:39) weiterlesen...

Weitere Verhandlungen zwischen USA und Iran im Unklaren. Die Konfliktparteien wollen weiter verhandeln. Doch aus dem Iran kommt ein Dementi. Die jüngsten Angriffe zwischen den USA und dem Iran schüren die Sorge vor einem Wiederaufflammen des Kriegs. (Ausland, 29.06.2026 - 13:40) weiterlesen...

Iran: Diese Woche kein Treffen mit den USA geplant. Berichte über eine neue Gesprächsrunde dementiert der Iran nun. Die jüngsten Angriffe zwischen den USA und dem Iran schüren die Sorge vor einem Wiederaufflammen des Kriegs. (Ausland, 29.06.2026 - 13:07) weiterlesen...

Israel meldet deutlich mehr iranische Cyberattacken Die Sicherheitsbehörden des Staates Israel haben nach eigenen Angaben eine drastische Erhöhung der Zahl iranischer Cyberangriffe verzeichnet.Die Menge der digitalen Attacken im Krieg dieses Jahres habe sich gegenüber jenem 2025 in etwa verdreifacht, sagte der Generaldirektor des Nationalen Cyberabwehrzentrums, Yossi Karadi, der "Welt". (Sonstige, 29.06.2026 - 07:00) weiterlesen...