Russland, Energieanlagen

Russland attackiert erneut ukrainische Energieanlagen

26.07.2024 - 08:51:45

Russland zielt immer wieder auf die Energieversorgung der Ukraine. Auch in der Nacht gab es mehrere EinschlÀge. Im Gegenzug soll ein MilitÀrobjekt auf der annektierten Krim getroffen worden sein.

Bei nĂ€chtlichen Drohnen- und Raketenangriffen Russlands sind einmal mehr Energieanlagen in der benachbarten Ukraine getroffen worden. Betroffen seien Objekte in den Regionen Schytomyr und Tschernihiw, teilte der Stromversorger Ukrenerho auf Facebook mit. Im Umkreis von Schytomyr sei die Energieversorgung von Haushalten und Industrie zeitweise ausgefallen, am Morgen aber großteils wiederhergestellt worden. Die Reparaturarbeiten dauerten an. Nach Angaben der ukrainischen StreitkrĂ€fte hat Russland fĂŒr den Angriff 22 Drohnen und mindestens eine Rakete vom Typ Iskander-M eingesetzt.

Laut Flugabwehr wurden 20 Drohnen abgefangen. Allerdings melden die MilitÀrs beider Kriegsparteien stets eine hohe Abfangquote, wÀhrend es trotzdem oft massive SchÀden am Boden gibt. 

Ukrainische Medien veröffentlichten Bilder eines Einschlags in der Stadt Kramatorsk im Gebiet Donezk. Die Behörden haben noch keine Angaben zu den SchÀden gemacht, ebenso ist unklar, ob es der Einschlag durch die berichtete Iskander-Rakete verursacht wurde.

Auf der Gegenseite gab es auch mehrere Explosionen auf der seit 2014 von Russland annektierten Krim. Auf Videos ist ein grĂ¶ĂŸerer Brand zu sehen. UnbestĂ€tigten Medienberichten zufolge wurde ein Munitionslager in der NĂ€he des MilitĂ€rflughafens Saki getroffen. Der ukrainische Generalstab bestĂ€tigte in einer Mitteilung zumindest den Angriff auf den MilitĂ€rflughafen Saki auf der Krim ohne Details zu eingesetzten Waffen oder den möglicherweise verursachten SchĂ€den zu nennen. Das russische Verteidigungsministerium hat den Angriff hingegen nicht kommentiert, sondern nur den Abschuss von Drohnen ĂŒber den Gebieten Rostow und Kursk gemeldet.  

@ dpa.de