Ukraine, Russland

Autobombe tötet russischen General in Moskau

22.12.2025 - 12:49:25 | dpa.de

Schon vor Weihnachten 2024 starb ein ranghoher russischer Soldat durch ein Sprengstoffattentat. Nun wiederholt sich das Geschehen. Die Ermittler haben einen bestimmten Verdacht.

  • Ermittler bei der Arbeit am Tatort in Moskau. - Foto: Uncredited/Investigative Committee of Moscow via AP/dpa
  • Unter dem Wagen soll eine Haftmine explodiert sein. - Foto: Uncredited/AP/dpa
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Erneut ist ein russischer General in Moskau durch einen Bombenanschlag getötet worden. Das Staatliche Ermittlungskomitee teilte mit, Generalleutnant Fanil Sarwarow sei einer Autobombe zum Opfer gefallen. Der Sprengsatz sei unter dem Fahrzeug angebracht gewesen. 

«Die Ermittler prĂŒfen verschiedene Versionen des Mordes. Eine davon ist die Version, dass das Verbrechen von den ukrainischen Geheimdiensten organisiert wurde», schrieb Sprecherin Swetlana Petrenko auf Telegram.

EinsÀtze gegen Ukraine, Syrien, Tschetschenien 

Sarwarow (56) diente zuletzt als Abteilungsleiter im russischen Generalstab, zustĂ€ndig fĂŒr operative Ausbildung, und war damit in den Angriffskrieg gegen die Ukraine verwickelt. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums war er zwischen 1992 und 2003 mehrere Jahre im Krieg gegen die Unruheregion Tschetschenien im Nordkaukasus eingesetzt. Auch war er 2015/16 an dem russischen MilitĂ€reinsatz in Syrien zur StĂŒtzung des Machthabers Baschar Al-Assad beteiligt.

Ort der Explosion war den Angaben nach ein Parkplatz in einem Wohnviertel im SĂŒden Moskaus. Unter dem Auto des Generals sei mutmaßlich eine Haftmine angebracht gewesen, berichtete die Zeitung «Kommersant». Er habe sich ans Steuer gesetzt, sei ein paar Meter gefahren, dann sei die Bombe explodiert. Nach Angaben russischer TelegramkanĂ€le wurde Sarwarow schwer verletzt und starb spĂ€ter im Krankenhaus

Vor einem Jahr Anschlag auf Chef der ABC-Truppen

Vor fast genau einem Jahr, am 17. Dezember 2024, war in Moskau der General Igor Kirillow, Kommandeur der russischen Abwehr gegen atomare, biologische und chemische Angriffe, ebenfalls bei einem Bombenanschlag getötet worden. Damals war der Sprengstoff in einem geparkten Elektroroller versteckt und wurde ferngezĂŒndet. Der ukrainische Geheimdienst reklamierte die Tat fĂŒr sich. Ein weiterer General starb im April 2025 in Moskau durch einen Sprengstoffanschlag. 

Außer den GenerĂ€len sind in Russland in den vergangenen Jahren weitere Personen, die in den russischen Angriffskrieg verwickelt waren, durch AnschlĂ€ge getötet worden. So fiel im August 2022 die Propagandistin Darja Dugina einer Autobombe zum Opfer. Sie war die Tochter des rechtsnationalistischen russischen Vordenkers Alexander Dugin. 

Im April 2023 tötete eine Bombe den russischen MilitĂ€rblogger Wladlen Tatarski in einem CafĂ© in St. Petersburg. Eine junge Frau ĂŒbergab ihm eine kleine Statue mit dem versteckten Sprengsatz. Sie wurde wegen Terrorismus verurteilt.

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