Angriffe, Roten

Angriffe im Roten Meer: 21 Raketen und Drohnen abgefangen

10.01.2024 - 05:27:12

Seit Ausbruch des Gaza-Krieges greifen Huthi-Rebellen immer wieder Schiffe im Roten Meer an. Das US-MilitÀr hat zur Abwehr seine Zusammenarbeit mit den StreitkrÀften anderer LÀnder verstÀrkt.

Die vom Iran unterstĂŒtzten Huthi-Rebellen haben nach US-Angaben erneut Handelsschiffe im Roten Meer angegriffen. Das zustĂ€ndige US-Regionalkommando teilte am Dienstagabend mit, 18 Drohnen und drei Raketen seien von Einheiten der USA und Großbritanniens abgefangen worden.

Die Geschosse seien aus den von den Huthis kontrollierten jemenitischen Gebieten in das sĂŒdliche Rote Meer in Richtung internationaler Schifffahrtswege mit Dutzenden Handelsschiffen abgefeuert worden. Verletzte oder SchĂ€den seien nicht gemeldet worden. Es sei der 26. Angriff der Huthis auf Handelsschifffahrtswege im Roten Meer seit dem 19. November gewesen.

US-MilitÀr verstÀrkt Zusammenarbeit

Angesichts einer zunehmenden Zahl von Angriffen auf Handelsschiffe im Roten Meer durch die Huthi-Rebellen hatte das US-MilitÀr in der Region seine Zusammenarbeit mit den StreitkrÀften anderer LÀnder Mitte Dezember verstÀrkt.

An der neuen Sicherheitsinitiative mit dem Namen «Operation Prosperity Guardian» beteiligen sich nach Angaben aus dem US-Verteidigungsministerium in Washington mehrere LÀnder, darunter das Vereinigte Königreich, Bahrain, Kanada, Frankreich, Italien, die Niederlande, Norwegen, die Seychellen und Spanien. Durch die stÀrkere Kooperation zwischen den SeestreitkrÀften soll der Schutz von Handelsschiffen verbessert werden.

Bereits mehrere Schiffe angegriffen

Seit Ausbruch des Gaza-Krieges zwischen Israel und der islamistischen Hamas greifen die Huthis immer wieder Schiffe mit angeblich israelischer Verbindung im Roten Meer an. Nur Frachtern, die HilfsgĂŒter fĂŒr den Gazastreifen lieferten, wĂŒrde die Durchfahrt gewĂ€hrt. Mehrere Schiffe wurden seitdem angegriffen, unter anderem auch ein Containerfrachter der deutschen Reederei Hapag-Lloyd. Große Reedereien meiden zunehmend die Route durch das Rote Meer und den Suezkanal. Die Huthi-Rebellen greifen auch Israel immer wieder direkt mit Drohnen und Raketen an.

Etwa zehn Prozent des gesamten Welthandels laufen ĂŒber das Rote Meer. Der Suezkanal verbindet das Mittelmeer mit dem Roten Meer und bietet damit die kĂŒrzeste Verbindung auf dem Seeweg zwischen Asien und Europa. Die Alternativstrecke um das sĂŒdafrikanische Kap der Guten Hoffnung verlĂ€ngert die Transporte um einige Tage.

@ dpa.de