Sohn, FriedensnobelpreistrÀgerin

Sohn: FriedensnobelpreistrÀgerin Suu Kyi schwer krank

05.09.2025 - 08:46:08

Seit einem MilitĂ€rputsch 2021 sitzt Aung San Suu Kyi in Myanmar in Haft. Wo genau? Das wisse niemand, sagt ihr Sohn. Er spricht von einer schweren Herzerkrankung der frĂŒheren Freiheitsikone.

  • Aung San Suu Kyi war einst das Idol einer ganzen Generation. (Archivbild) - Foto: Peter Dejong/AP/dpa

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  • Ein Bild aus besseren Tagen: Aung San Suu Kyi 2011 zusammen mit ihrem Sohn Kim Aris. (Archivbild) - Foto: picture alliance / dpa

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Aung San Suu Kyi war einst das Idol einer ganzen Generation. (Archivbild) - Foto: Peter Dejong/AP/dpaEin Bild aus besseren Tagen: Aung San Suu Kyi 2011 zusammen mit ihrem Sohn Kim Aris. (Archivbild) - Foto: picture alliance / dpa

Große Sorge um den Gesundheitszustand von Aung San Suu Kyi: Die 80 Jahre alte FriedensnobelpreistrĂ€gerin leidet nach Angaben ihres Sohnes Kim Aris unter «sich verschlimmernden Herzkomplikationen». Der 48-JĂ€hrige betonte in einem auf Facebook verbreiteten Video, die in Haft sitzende frĂŒhere Freiheitsikone habe darum gebeten, von einem Kardiologen behandelt zu werden. «Aber niemand weiß, wo sie festgehalten wird und ob sich jemand um sie kĂŒmmert.»

Das Vorgehen des MilitÀrs sei «grausam, lebensbedrohlich und inakzeptabel», sagte Aris. «Sie muss freigelassen werden, so wie alle politischen Gefangenen in Birma.»

Kaum Informationen zu ihrem Zustand

Die damalige De-Facto-Regierungschefin Suu Kyi war bei dem Putsch vor viereinhalb Jahren von der Junta entmachtet und festgenommen worden. Wegen angeblicher Vergehen wurde sie auf Druck der GenerÀle zu langjÀhriger Haft verurteilt. Wo sie festgehalten wird, ist unklar. 

Auch dringen nur sporadisch Details zu ihrem Gesundheitszustand an die Öffentlichkeit. Unter anderem war von Zahnfleischproblemen die Rede, die es ihr teilweise unmöglich machen sollen, normal zu essen. Ihren Bitten nach Ă€rztlicher Versorgung soll die Junta Berichten zufolge nur unzureichend nachgekommen sein.

Suu Kyi setzte sich in den 1980er Jahren fĂŒr einen gewaltlosen Demokratisierungsprozess ein und wurde deshalb damals bereits 15 Jahre unter Hausarrest gestellt. 1991 erhielt sie fĂŒr ihren Einsatz gegen UnterdrĂŒckung und soziale Ungerechtigkeit den Friedensnobelpreis. International war die Politikerin aber schon lĂ€nger umstritten - vor allem wegen der staatlichen Diskriminierung der Rohingya und ihres Schweigens zur Gewalt gegen die muslimische Minderheit. Beim eigenen Volk ist Suu Kyi hingegen nach wie vor beliebt.

@ dpa.de