Trump: Angriff auf BrĂŒcke oder Kraftwerk fĂŒr Schiffsbeschuss
Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 15:15 Uhr | dpa.deDie USA werden nach den Worten von US-PrĂ€sident Donald Trump kĂŒnftig jedes Mal eine BrĂŒcke oder ein Kraftwerk im Iran «bombardieren und zerstören», wenn die Islamische Republik ein Schiff in der StraĂe von Hormus beschieĂt. Dabei wĂŒrden auch BrĂŒcken und Kraftwerke in Teheran oder in der NĂ€he ins Visier genommen, teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit. Dabei sei es Trump egal, ob der Iran Schiffe in der Meerenge mit Raketen, Drohnen oder andren Waffen attackiere.
Bereits vergangene Woche hatte Medien ĂŒber Angriffe des US-MilitĂ€rs auf mehrere BrĂŒcken und einen Flughafen im Iran berichtet. Eine offizielle BestĂ€tigung gab es dafĂŒr bislang nicht. Mit den Angriffen auf BrĂŒcken sollten Nachschubwege zu einem iranischen MarinestĂŒtzpunkt an der StraĂe von Hormus unterbrochen werden, berichtete das «Wall Street Journal» unter Berufung auf einen US-Beamten. Der Iran holte in Reaktion darauf erneut zu VergeltungsschlĂ€gen gegen Ziele in den mit Washington verbĂŒndeten Golfstaaten Kuwait, Bahrain sowie Katar aus.Â
Irans UN-Botschafter hatte erklĂ€rt, die US-Angriffe auf zivile Infrastruktur stellten Kriegsverbrechen dar. Auch UN-GeneralsekretĂ€r AntĂłnio Guterres Ă€uĂerte ĂŒber einen Sprecher Besorgnis ĂŒber Angriffe auf zivile Infrastruktur im Iran und der gesamten Region. «Solche Angriffe sind inakzeptabel.» Das US-MilitĂ€r erklĂ€rte unterdessen, man habe Dutzende «militĂ€rische Ziele» mit PrĂ€zisionsmunition getroffen, darunter Flugabwehrsysteme und Radaranlagen zur KĂŒstenĂŒberwachung.Â
Trump droht immer wieder
In den vergangenen Tagen hatte Trump im festgefahrenen Iran-Krieg seine Rhetorik in Richtung Teheran verschĂ€rft. Erst am Dienstag hatte er erneut mit US-Angriffen auf das Areal rund um die iranische Atomeinrichtung gedroht, die als «Pickaxe Mountain» bekannt ist. «Wir werden diesen Bereich in KĂŒrze ins Visier nehmen, und zwar mit voller Wucht», sagte er im WeiĂen Haus. Bereits zuvor hatte der Republikaner eine entsprechende Attacke auf den Komplex angedroht, der im Berg Kuh-e Kolang sĂŒdlich der Nuklearanlage Natans im Zentraliran liegt.
Trump betonte zudem, dass das US-MilitĂ€r jede Anlage ins Visier nehmen werde, die die FĂŒhrung in Teheran fĂŒr atomare Zwecke nutzen wolle. Er drohte mit noch heftigeren Angriffen. «Ehrlich gesagt haben sie bislang nichts gesehen. Wir waren nett», behauptete er in Gegenwart von Journalisten und Politikern. Nach Trumps Darstellung hatten die US-Angriffe auf iranische Ziele das Land hart getroffen. Das Land brĂ€uchte Jahrzehnte fĂŒr den Wiederaufbau.
Mit Blick auf die Dauer des Kriegs zeigte sich Trump unnachgiebig. «Wenn wir morgen gehen wĂŒrden, hĂ€tten wir einen riesigen Erfolg verzeichnet. Aber wir werden morgen nicht weggehen», sagte er.
Zuletzt hatte sich die militĂ€rische Eskalation zwischen Washington und Teheran verschĂ€rft. Erst am Montag hatte Trump dem Iran auĂerdem erneut mit harter Vergeltung gedroht. «Jedes Mal, wenn der Iran einen amerikanischen Soldaten tötet, wird er diesen Tod um ein Vielfaches bezahlen!», schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Zuvor hatte das US-MilitĂ€r den Tod von drei weiteren US-Soldaten nach iranischem Beschuss bekanntgegeben. Die offiziell bekannte Zahl der im Krieg getöteten US-MilitĂ€rangehörigen stieg mittlerweile auf 18.
