Selenskyj kĂŒndigt Reihe von wichtigen GesprĂ€chen an
11.02.2025 - 05:12:17Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj erwartet noch in der laufenden Woche die Ankunft einer hochrangigen US-Delegation. «In dieser Woche werden einige Leute aus dem Team von PrĂ€sident Trump, ernstzunehmende, bei uns in der Ukraine sein und es wird getrennte Treffen mit meinem Team, GesprĂ€che, Arbeit geben», sagte der Staatschef nach einem Treffen in Kiew mit der PrĂ€sidentin der EuropĂ€ischen Investitionsbank, Nadia Calvino, meldete der ukrainische öffentlich-rechtliche Rundfunk. Wer zu dieser Delegation gehören wird, sagt er nicht.Â
UnbestĂ€tigten Medienberichten zufolge will der von Trump eingesetzte Ukraine-UnterhĂ€ndler, Keith Kellogg, erst kommende Woche Donnerstag in die Ukraine reisen. Die Vertreter der Administration von US-PrĂ€sident Donald Trump werden noch vor der Sicherheitskonferenz in MĂŒnchen erwartet. Zur am Freitag beginnenden und Sonntag endenden MĂŒnchner Sicherheitskonferenz soll US-VizeprĂ€sident James Vance kommen.
Wichtige GesprĂ€che fĂŒr die Ukraine
Neben den Kontakten in Kiew und der MĂŒnchner Sicherheitskonferenz soll am Mittwoch in BrĂŒssel unter britischem Vorsitz im Rahmen der sogenannten Ramstein-Kontaktgruppe ĂŒber weitere Waffenlieferungen an die Ukraine gesprochen werden. Diese Gruppe von UnterstĂŒtzer-LĂ€ndern der Ukraine unter FĂŒhrung der USA trifft sich seit 2022 regelmĂ€Ăig auf dem US-MilitĂ€rstĂŒtzpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz.
Die Ukraine bereitet sich intensiv auf die anstehenden GesprÀche vor. «Es ist wichtig, dass alle gemeinsam an der AnnÀherung eines realen Friedens und wirksamen Sicherheitsgarantien arbeiten», sagte PrÀsident Wolodymyr Selenskyj in seiner tÀglichen Videobotschaft. Das betreffe die Sicherheit der Menschen, des Staates und der wirtschaftlichen Beziehungen und dabei nicht nur der Ukraine, sondern der «gesamten freien Welt». Frieden sei eine gemeinsame Sache.
Wiederaufbaukredite der EuropÀischen Investitionsbank
Calvino unterzeichnete bei ihrem Besuch in Kiew Investitionsabkommen ĂŒber ein Gesamtvolumen von etwa einer Milliarde Euro. «Die UnterstĂŒtzung der Ukraine ist die HauptprioritĂ€t, ich bin froh hier zu sein, um neue Projekte fĂŒr kleine und mittlere Unternehmen, die Energiewirtschaft, Wasserversorgung und andere Hauptdienste zu verkĂŒnden», sagte die PrĂ€sidentin gemÀà einer Meldung von Interfax-Ukraine. Dazu gehört unter anderem ein Kredit in Höhe von 120 Millionen Euro fĂŒr die UnterstĂŒtzung und den Wiederaufbau der teils zerstörten Wasserkraftwerke des Staatsunternehmens Ukrhidroenerho. Weitere Gelder ĂŒber insgesamt 500 Millionen Euro kommen kleinen und mittleren Unternehmen zugute.
Selenskyj sprach in seiner Abendbotschaft hingegen von umgerechnet mehr als 1,9 Milliarden Euro an Investitionsvereinbarungen. «Gelder fĂŒr unsere Energiewirtschaft, fĂŒr Wohnungsprogramme, fĂŒr Infrastrukturprojekte», unterstrich der Staatschef und bedankte sich dabei ausdrĂŒcklich.
Das russische MilitĂ€r greift immer wieder Objekte der ukrainischen Energieversorgung, darunter auch Wasserkraftwerke, an. Trotz verstĂ€rkter SchutzmaĂnahmen und Stromimporten aus der EuropĂ€ischen Union kommt es infolge von russischen Raketen- und Drohnenangriffen immer wieder zu StromausfĂ€llen. FĂŒr den Dienstag kĂŒndigte der staatliche Netzbetreiber Ukrenerho Stromsperren fĂŒr gewerbliche Abnehmer von bis zu zehn Stunden an.
Toter nach starkem russischen Bombardement
Im sĂŒdostukrainischen Gebiet Saporischschja wurde das Dorf Tawrijske nach Behördenangaben mehrfach mit russischen Gleitbomben angegriffen. Ein Mann wurde dabei getötet, teilte Gouverneur Iwan Fedorow am Montagabend bei Telegram mit. Zerstört wurden demnach mehrere WohnhĂ€user. Zudem seien Autos und unbewohnte GebĂ€ude beschĂ€digt worden. Der Ort liegt gut 15 Kilometer von der russisch-ukrainischen Frontlinie entfernt.
Die Ukraine wehrt sich mit westlicher UnterstĂŒtzung seit knapp drei Jahren gegen eine russische Invasion.


