Selenskyj lobt neuen Gefangenenaustausch
13.09.2024 - 22:31:45Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj hat das Zustandekommen eines weiteren Austauschs von Kriegsgefangenen mit Russland gelobt. An der RĂŒckkehr der Ukrainer in ihre Heimat hĂ€tten sehr viele Menschen mitgewirkt, sagte Selenskyj in seiner tĂ€glichen Videoansprache. Neben den Diplomaten lobte er dabei auch Geheimdienst und MilitĂ€r, die mit der Gefangennahme russischer Soldaten erst die Basis fĂŒr den Austausch geschaffen hĂ€tten. Die Ukraine hatte vor allem bei ihrer ĂŒberraschenden Gegenoffensive im westrussischen Gebiet Kursk Anfang August viele Gefangene gemacht. Selenskyj hatte dies als eines der wichtigsten Ergebnisse bezeichnet.
Zuvor hatten Russen und Ukrainer je 49 Kriegsgefangene ausgetauscht. Auf ukrainischer Seite kehrten neben Soldaten auch mehrere Zivilisten zurĂŒck. Knapp die HĂ€lfte der Gefangenen waren Frauen. Nach Angaben Selenskyjs wurden seit Kriegsbeginn 3.569 ukrainische Kriegsgefangene zurĂŒckgeholt.
Selenskyj fordert Waffenfreigabe erneutÂ
Einmal mehr forderte Selenskyj in seiner Rede, den Druck auf Russland zu erhöhen - auch mit der Freigabe weitreichender Waffen gegen russisches Gebiet. «Diesen Krieg kann man gerecht nur aus einer Position der StĂ€rke beenden», sagte der ukrainische PrĂ€sident. DafĂŒr habe er sich auch bei den GesprĂ€chen mit mehreren StaatsgĂ€sten - unter anderem dem dĂ€nischen Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen, GroĂbritanniens Ex-Premier Boris Johnson, und dem Ex-AuĂenminister der USA, Mike Pompeo - stark gemacht.
Die Ukraine wehrt seit mehr als zweieinhalb Jahren mit massiver westlicher UnterstĂŒtzung eine groĂangelegte russische Invasion ab. FĂŒr den Einsatz westlicher Waffen gelten allerdings BeschrĂ€nkungen beim Einsatz gegen russisches Gebiet.Â


