Ukraine, Russland

Selenskyj: Tote und viele Verletzte nach Russlands Angriffen

18.01.2026 - 10:29:38

In der Ukraine arbeiten EinsatzkrĂ€fte bei EiseskĂ€lte nach russischen Angriffen an der Wiederherstellung der Energieinfrastruktur. PrĂ€sident Selenskyj zieht eine dĂŒstere Bilanz.

Bei neuen russischen Luftangriffen sind in der Ukraine nach Angaben von PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj Dutzende Menschen verletzt und mindestens zwei getötet worden. «Mein Beileid gilt ihren Familien und Angehörigen», teilte der Staatschef am Morgen in den sozialen Netzwerken mit. Russland habe erneut mehr als 200 Drohnen gegen die Ukraine eingesetzt. Betroffen gewesen seien die Gebiete Sumy, Charkiw, Dnipropetrowsk, Saporischschja, Chmelnyzkyj und Odessa. Selenskyj forderte erneut mehr Hilfe von den VerbĂŒndeten.

«Allein in dieser Woche wurden mehr als 1.300 Angriffsdrohnen, rund 1.050 Gleitbomben und insgesamt 29 Raketen verschiedener Typen eingesetzt», teilte Selenskyj weiter mit. «Deshalb braucht die Ukraine noch mehr Schutz – vor allem mehr Raketen fĂŒr Luftabwehrsysteme.» Das sei von den VerbĂŒndeten auch versprochen worden, hieß es in einem Video, das Selenskyj mit Bildern von den SchĂ€den und Folgen der russischen Angriffe veröffentlichte. 

Selenskyj warf Russland einmal mehr auch vor, den diplomatischen Prozess fĂŒr eine Beendigung des Krieges gezielt hinauszuzögern. Neben mehr UnterstĂŒtzung fĂŒr die Ukraine brauche es auch mehr Druck auf Russland. Die Ukraine wehrt sich inzwischen seit fast vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg.

Russland greift gezielt Energieinfrastruktur an

Russland greift tĂ€glich an, vor allem auch die Energieinfrastruktur der Ukraine. Die Folge sind großflĂ€chige Strom- und HeizungsausfĂ€lle. Damit will Moskau auch den Druck auf das Land erhöhen, sich auf einen Friedensplan zu russischen Bedingungen einzulassen. Kiew lehnt das ab. 

«Die Lage im Energiesystem bleibt schwierig, aber wir tun alles, um alle Dienstleistungen so schnell wie möglich wiederherzustellen», sagte Selenskyj. Die Reparaturteams seien unter schweren winterlichen Wetterbedingungen rund um die Uhr im Einsatz.

Nach ukrainischen Gegenangriffen in russischen Regionen kÀmpfen auch da EinsatzkrÀfte gegen StromausfÀlle. Das russische Verteidigungsministerium berichtete am Morgen von 63 abgeschossenen ukrainischen Drohnen. Zu Treffern und SchÀden machte das Ministerium wie in den meisten FÀllen keine Angaben. Die SchÀden und die Zahl der Opfer auf russischer Seite sind deutlich geringer als auf ukrainischem Gebiet.

@ dpa.de

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