USA, Regierung

Stabschefin spricht Klartext über Trump

16.12.2025 - 15:51:25

Selten hat jemand aus dem inneren Kreis um den US-Präsidenten einen so tiefen Einblick gegeben wie jetzt Stabschefin Susie Wiles. Ob ihre durchaus harten Urteile Donald Trump gefallen?

Die Stabschefin des Weißen Hauses, Susie Wiles, hat in Interviews mit dem Magazin «Vanity Fair» überraschend unverblümt und auch harsch über ihren Chef US-Präsident Donald Trump geurteilt. Dieser habe die «Persönlichkeit eines Alkoholikers», sagte Wiles. Das Magazin zitiert an dieser Stelle nicht den kompletten Satz aus dem Gespräch, sondern nur dieses Fragment. Das Weiße Haus reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. 

Außerdem sagte Wiles über Trump: «Er handelt in der Überzeugung, dass es nichts gibt, was er nicht schaffen kann. Nichts, absolut nichts.» 

Als Stabschefin ist Wiles eine der einflussreichsten Persönlichkeiten in Trumps Zirkel. Umso verwunderlicher sind ihre Aussagen, die nun veröffentlicht wurden, noch bevor der Präsident das erste Jahr seiner zweiten Amtszeit hinter sich gebracht hat. Wiles gilt als enge Vertraute Trumps und hat ihn über Jahre hinweg auf verschiedenen Positionen begleitet.

Wiles über Vance: Seit einem Jahrzehnt Verschwörungstheoretiker

Mit Blick auf Trumps Vorgehen gegen Kritiker und politische Gegner sagte sie, man könne durchaus den Eindruck gewinnen, dass es sich um Vergeltungsaktionen handle. Allerdings sei dem nicht so, sagte sie weiter. «Ich glaube nicht, dass er morgens aufwacht und an Rache denkt. Aber wenn sich die Gelegenheit bietet, wird er sie nutzen.»

Die «Vanity Fair» gibt in ihrem Artikel elf Zeitpunkte an, an denen Gespräche mit Wiles geführt wurden. Dabei werden teils nur Satzfragmente anstelle ganzer Sätze wiedergegeben. 

Auch über andere wichtige Menschen aus Trumps Umfeld sprach Wiles mit der  «Vanity Fair». Vize-Präsident JD Vance etwa sei seit einem Jahrzehnt «ein Verschwörungstheoretiker». Elon Musk sei ein «bekennender Ketamin-Konsument», während Justizministerin Pam Bondi bei der Bearbeitung der Epstein-Akten «völlig versagt» habe.

@ dpa.de

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