IKRK, Schicksal

IKRK: Schicksal von 23.000 Menschen in der Ukraine ungeklÀrt

19.02.2024 - 12:43:44

Sie könnten festgenommen, verschleppt worden oder umgekommen sein: Viele Menschen haben sich wĂ€hrend der Flucht aus der Ukraine aus den Augen verloren, heißt es vom IKRK.

In der Ukraine gelten mindestens 23.000 Menschen als vermisst. Ihr Schicksal ist unklar, wie das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) in Genf berichtete. Sie könnten festgenommen oder verschleppt worden oder umgekommen sein; oder Angehörige haben sich wĂ€hrend der Flucht aus den Augen verloren, hieß es vom IKRK.

Bis Ende Januar habe das IKRK 8000 russischen und ukrainischen Familien helfen können, Informationen ĂŒber das Schicksal oder den Aufenthaltsort ihrer vermissten Angehörigen zu erhalten, berichtete die Organisation.

«Nicht zu wissen, was mit einem geliebten Menschen geschehen ist, ist unertrĂ€glich, und dies ist die tragische RealitĂ€t fĂŒr Zehntausende Familien, die in stĂ€ndiger Angst leben», teilte Dusan Vujasanin, der zustĂ€ndige Leiter des IKRK-Suchdienstes, mit. Das IKRK zitierte ein Familienmitglied, das nach Angehörigen sucht, mit den Worten: «Ich habe keine TrĂ€nen mehr, nur noch Schmerz, und mein Herz zerbricht.»

Das IKRK hat im MĂ€rz 2022, kurz nach Beginn der russischen Invasion in die Ukraine, das BĂŒro fĂŒr die Suche nach Vermissten eingerichtet. Es hilft Familien auf beiden Seiten des Konflikts. Nach den weltweit geltenden Genfer Konventionen sind an Konflikten beteiligte Parteien verpflichtet, Informationen ĂŒber Gefangene zu sammeln und auszutauschen. Das IKRK ist der neutrale Vermittler zwischen beiden. Die Genfer Konventionen sollen Personen schĂŒtzen, die nicht oder nicht mehr an Kampfhandlungen beteiligt sind. Sie sind das KernstĂŒck des humanitĂ€ren Völkerrechts.

@ dpa.de