Gerichtserfolg, USA

Gerichtserfolg fĂŒr in USA festgenommene tĂŒrkische Studentin

19.04.2025 - 01:29:49 | dpa.de

Sie war unterwegs zum Fastenbrechen, als sich dunkel gekleidete MĂ€nner in Zivil nĂ€herten und sie stoppten. Nun hat die tĂŒrkische Doktorandin vor Gericht einen Erfolg erzielt.

Die tĂŒrkische Doktorandin hat nun vor Gericht einen Erfolg erzielt. (Archivbild) - Foto: Michael Casey/AP/dpa
Die tĂŒrkische Doktorandin hat nun vor Gericht einen Erfolg erzielt. (Archivbild) - Foto: Michael Casey/AP/dpa

Eine an der Tufts UniversitĂ€t bei Boston im Bundesstaat Massachusetts auf offener Straße festgenommene tĂŒrkische Doktorandin hat einen Erfolg vor Gericht erzielt. Sie war nach der Festnahme in eine 2.500 Kilometer entfernte Haftanstalt im Bundesstaat Louisiana gebracht worden. Nun entschied ein Bundesrichter, sie mĂŒsse bis zum 1. Mai nach Vermont zurĂŒckgebracht werden, berichteten der Sender ABC und die Zeitung «Boston Globe». Dort solle dann eine Kautionsanhörung stattfinden. Der Richter sprach demnach auch von «erheblichen verfassungsrechtlichen Bedenken» im Fall der Verhaftung. 

Verstörende Bilder der Festnahme

Auf Bildern einer Überwachungskamera, die in US-Medien verbreitet wurden, war zu sehen, wie sich mehrere MĂ€nner in dunkler Zivilkleidung, teilweise mit Hoodies, der Frau genĂ€hert hatten, die vom Fastenbrechen kam. Die verĂ€ngstigt aussehende Frau wird umringt und dann abgefĂŒhrt. 

Die Justizministerin von Massachusetts, Andrea Joy Campbell, hatte die Bilder von der Festnahme als verstörend bezeichnet. Die Studentin hatte nach ĂŒbereinstimmenden Medienberichten ein gĂŒltiges Visum, in einer ErklĂ€rung des Heimatschutzministeriums auf X heißt es aber, ein Visum sei ein Privileg, kein Recht. Die Studentin habe sich fĂŒr die terroristische Hamas eingesetzt. Nach Medienberichten war sie eine Co-Autorin eines Artikels in einer Studentenzeitung von 2024, in dem die UniversitĂ€t aufgefordert wurde, anzuerkennen, dass es einen Völkermord an PalĂ€stinensern gebe. 

FĂŒr das grĂ¶ĂŸte Aufsehen in den USA hatte die Festnahme des palĂ€stinensischen Studenten Machmud Chalil gesorgt. Der Absolvent der New Yorker Columbia-UniversitĂ€t besitzt seiner AnwĂ€ltin zufolge eine Greencard und damit eine unbegrenzte Aufenthaltsgenehmigung in den USA. Die US-Regierung will ihn abschieben und wirft ihm unter anderem vor, auf dem Campus FlugblĂ€tter mit dem Logo der islamistischen Hamas verteilt zu haben. Auch er sitzt in Louisiana fest.

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