Europa, China

EU-Staaten wollen AbhÀngigkeit von China verringern

30.06.2023 - 12:59:18

Sie wollen sich von Peking unabhÀngiger machen, aber nicht isolieren. Wie will die EU ihre wirtschaftlichen Risiken reduzieren und gleichzeitig mit China kooperieren?

Die EU-Staaten wollen ihre wirtschaftliche AbhĂ€ngigkeit von China deutlich verringern, sich aber nicht völlig von der zweitgrĂ¶ĂŸten Volkswirtschaft der Welt abkoppeln.

Wo es erforderlich und angemessen sei, werde man Risiken verringern und zum Beispiel AnfĂ€lligkeiten in Lieferketten reduzieren, vereinbarten die Staats- und Regierungschefs bei einem Gipfeltreffen in BrĂŒssel. Die EuropĂ€ische Union beabsichtige allerdings nicht, sich zu entkoppeln oder abzuschotten.

Grund fĂŒr die Positionierung ist, dass China wegen seiner politischen Entwicklung in den vergangenen Jahren zunehmend weniger als ein verlĂ€sslicher Partner angesehen wird. Scharfe Kritik wird so zum Beispiel am Umgang mit Menschenrechten und der bislang ausgebliebenen Distanzierung von Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine geĂŒbt. Gleichzeitig ist sich die EU allerdings bewusst darĂŒber, dass China bei der BewĂ€ltigung des Klimawandels und anderen globalen Herausforderungen gebraucht wird. Wirtschaftlich abhĂ€ngig ist die EU von China derzeit unter anderem bei bestimmten Rohstoffen, Batterien und Arzneimittelgrundstoffen.

In der EU-ErklĂ€rung zur China-Politik heißt es nun, die EuropĂ€ische Union und China hĂ€tten trotz ihrer unterschiedlichen politischen und wirtschaftlichen Systeme ein gemeinsames Interesse an konstruktive n und stabilen Beziehungen. Die EuropĂ€ische Union werde weiterhin mit China zusammenarbeiten, um globale Herausforderungen anzugehen.

@ dpa.de