USA, Simbabwe

USA fordern freie und faire Wahlen in Simbabwe

23.08.2023 - 03:23:15 | dpa.de

Simbabwe wĂ€hlt heute einen neuen PrĂ€sidenten - doch der Amtsinhaber steht wegen GĂ€ngelung der Opposition in der Kritik und Menschenrechtler Ă€ußern Sorge angesichts politischer Gewalt im Land.

Wahlplakate werben in Simbabwes Hauptstadt Harare fĂŒr die Kandidaten in der PrĂ€sidenten- und Parlamentswahl. Amtsinhaber Emmerson Mnangagwa steht wegen GĂ€ngelung der Opposition in der Kritik. - Foto: Tsvangirayi Mukwazhi/AP/dpa

Die US-Regierung hat vor der PrĂ€sidenten- und Parlamentswahl in Simbabwe eine freie, faire und friedliche Abstimmung gefordert. «Die Menschen in Simbabwe verdienen die Chance, ihre Zukunft ohne Angst vor UnterdrĂŒckung oder EinschĂŒchterung zu wĂ€hlen, gemĂ€ĂŸ der simbabwischen Verfassung», teilte der Sprecher des US-Außenministeriums, Matthew Miller, mit. Die USA forderten die Regierung und alle politischen Verantwortlichen auf, dafĂŒr zu sorgen, dass die Wahl «ohne Gewalt und Zwang» ablaufe.

Die Vereinigten Staaten seien wegen der politischen Gewalt im Vorfeld der Wahlen und wegen Gesetzen zur EinschrĂ€nkung von Menschenrechten besorgt. Zudem verurteile die US-Regierung das Erschweren von Arbeitsbedingungen fĂŒr internationale Journalisten, hieß es weiter. «WĂ€hrend sich die USA nicht ausdrĂŒcklich fĂŒr eine Partei oder einen Kandidaten aussprechen, so unterstĂŒtzen wir den demokratischen Prozess und Simbabwes Bestrebungen, Korruption zu bekĂ€mpfen und die Rechtsstaatlichkeit zu fördern», sagte Miller.

Heute wird in Simbabwe ein neuer PrÀsident gewÀhlt. Favorit ist der 80-jÀhrige Amtsinhaber Emmerson Mnangagwa, der wegen GÀngelung der Opposition in der Kritik steht. Aussichtsreichster Oppositionskandidat ist Nelson Chamisa von der Partei CCC. Er war Mnangagwa bei der Wahl 2018 nur knapp unterlegen.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International klagt in dem Land ĂŒber ein Klima «von systematischer, brutaler UnterdrĂŒckung der Menschenrechte, inklusive jĂŒngster BeschrĂ€nkungen von Versammlungen der Opposition, der gewaltsamen UnterdrĂŒckung von Protesten und der Kriminalisierung von Kritikern des Staates».

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