USA, Simbabwe

PrÀsidentenwahl in Simbabwe: Amtsinhaber Mnangagwa Favorit

23.08.2023 - 09:48:40

Simbabwe wĂ€hlt heute einen neuen PrĂ€sidenten. Der Amtsinhaber steht wegen GĂ€ngelung der Opposition in der Kritik. Menschenrechtler Ă€ußern Sorge angesichts politischer Gewalt im Land.

In Simbabwe haben am Mittwoch die PrÀsidentschafts- und Parlamentswahlen begonnen. Als Favorit gilt der 80-jÀhrige Amtsinhaber Emmerson Mnangagwa. Aussichtsreichster Oppositionskandidat ist Nelson Chamisa von der Partei CCC. Bei der letzten Wahl 2018 musste sich der 45-JÀhrige Mnangagwa nur knapp geschlagen geben.

Überschattet wurden die Wahlen bereits im Vorfeld durch Berichte von mehreren Menschenrechtsorganisationen, die vor EinschĂŒchterung von WĂ€hlern, der FĂ€lschung der WĂ€hlerverzeichnisse und der Besetzung der Wahlkommission mit Gefolgsleuten der Regierungspartei Zanu-PF warnten. Auch nach der Öffnung der Wahllokale um 7.00 Uhr kam es nach Berichten zu landesweiten Verzögerungen in einigen Wahllokalen, da die Wahlunterlagen nicht rechtzeitig angeliefert wurden. Noch bis 19.00 Uhr kann in Simbabwe gewĂ€hlt werden. Die Wahlkommission hat nach dem Wahlgesetz fĂŒnf Tage Zeit, das offizielle Wahlergebnis zu verkĂŒnden. Erste vorlĂ€ufige Ergebnisse werden am Donnerstag erwartet.

In dem sĂŒdafrikanischen Land mit rund 16 Millionen Einwohnern kommt es rund um Wahlen immer wieder zu Gewalt und ManipulationsvorwĂŒrfen. Von 1987 bis 2017 fĂŒhrte Langzeitmachthaber Robert Mugabe das Land mit harter Hand. Nach dem Sturz Mugabes durch das MilitĂ€r kam der ehemalige VizeprĂ€sident Mnangagwa an die Macht. Die Wahl ein Jahr spĂ€ter, die Mnangagwa gewann, war ebenfalls von Gewalt und UnterdrĂŒckung ĂŒberschattet. Seit der UnabhĂ€ngigkeit des Landes von der Kolonialmacht Großbritannien 1980 hĂ€lt die Regierungspartei Zanu-PF die Macht im Land. Simbabwes Wirtschaft befindet sich in einer schweren Krise mit hoher Arbeitslosigkeit und galoppierender Inflation.

@ dpa.de