SPD-GeneralsekretÀr, Musk

SPD-GeneralsekretÀr kritisiert Musk und Springer-Verlag

29.12.2024 - 09:08:19

SPD-GeneralsekretĂ€r Matthias Miersch hat scharfe Kritik am US-Unternehmer und Trump-Berater Elon Musk geĂŒbt, nachdem dieser seinen Wahlaufruf fĂŒr die AfD in einem Gastbeitrag fĂŒr die "Welt am Sonntag" erneuert hatte.

"Es ist inakzeptabel, dass auslĂ€ndische MilliardĂ€re versuchen, unsere politische Landschaft zu beeinflussen und dabei Parteien unterstĂŒtzen, die unsere demokratischen Werte untergraben", sagte Miersch dem "Handelsblatt". Deutschland brauche keine Einmischung von außen und "schon gar keine UnterstĂŒtzung fĂŒr rechtsextreme Positionen". Musk hatte behauptet, die AfD sei der letzte Funken Hoffnung fĂŒr Deutschland. "Dass der Springer-Verlag Elon Musk ĂŒberhaupt eine offizielle Plattform bietet, um Wahlwerbung fĂŒr die AfD zu machen, ist beschĂ€mend und gefĂ€hrlich", sagte Miersch.

Der Vorgang zeige, "wie weit rechte Netzwerke inzwischen vorgedrungen sind". Zugleich lobte Miersch das Verhalten der "Welt"-Redakteuren, die gegen die Veröffentlichung des Artikels protestiert hatten. Die Reaktionen innerhalb der Redaktion der "Welt am Sonntag" gĂ€ben Hoffnung - sie zeigten, dass es auch in schwierigen Zeiten Journalisten gebe, "die Verantwortung ĂŒbernehmen und klar Haltung zeigen". Der Gastbeitrag von Musk hatte breite Kritik ausgelöst, unter anderem auch vom Deutschen Journalisten-Verband (DJV). "Die Verantwortlichen der `Welt` haben alles falsch gemacht, was man falsch machen kann", sagte der DJV-Bundesvorsitzende Mika Beuster. "Als Journalismus verpackte Wahlwerbung fĂŒr eine rechtsextreme Partei, eine schmeichelnde Distanzierung, die keine ist, und das Kaltstellen der redaktionsinternen Kritiker - unglaublich." Der DJV-Chef rief alle Redaktionen auf, sich im Bundestagswahlkampf nicht "instrumentalisieren" zu lassen und "extrem sorgfĂ€ltig mit GastbeitrĂ€gen umzugehen".

@ dts-nachrichtenagentur.de