Mexiko, Regierung

Mexikos PrÀsidentin legt Plan gegen sexuelle BelÀstigung vor

07.11.2025 - 13:18:32

Staatschefin Sheinbaum war vor wenigen Tagen selbst von einem Mann im Zentrum von Mexiko-Stadt belÀstigt worden. Jetzt sollen die Strafen verschÀrft und AufklÀrungskampagnen gestartet werden.

Nachdem die mexikanische PrĂ€sidentin Claudia Sheinbaum von einem Mann begrabscht worden ist, legt die Regierung des lateinamerikanischen Landes einen Plan zur BekĂ€mpfung von sexueller BelĂ€stigung vor. Demnach soll sie kĂŒnftig in allen Bundesstaaten Mexikos als schweres Verbrechen gelten. Opfer sollen ĂŒber eine Kampagne dazu ermutigt werden, entsprechende FĂ€lle zur Anzeige zu bringen und der Zugang zur Justiz soll verbessert werden. 

«Alle Frauen, Jugendlichen und MĂ€dchen sollen wissen, dass sie nicht allein sind», sagte Frauenministerin Citlalli HernĂĄndez Mora. «Wenn sie irgendeine Art von Gewalt erleben, ist es wichtig, Anzeige zu erstatten.» Sie rief zudem MĂ€nner dazu auf, ihr Verhalten gegenĂŒber Frauen zu ĂŒberdenken. 

PrÀsidentin wird Opfer von sexueller BelÀstigung

Sheinbaum war vor wenigen Tagen bei einem Rundgang durch das historische Zentrum von Mexiko-Stadt von einem Mann sexuell belĂ€stigt worden. Er nĂ€herte sich der mexikanischen Staatschefin von der Seite, legte den Arm um sie und versuchte, die 63-JĂ€hrige zu kĂŒssen. Offenbar versuchte er außerdem, ihr von hinten an die BrĂŒste zu fassen. Der Mann wurde daraufhin festgenommen. 

Sheinbaum ist die erste PrÀsidentin des lateinamerikanischen Landes. Laut einer Erhebung des staatlichen Statistikinstituts hat fast die HÀlfte aller Frauen in Mexiko mindestens einmal sexuelle Gewalt erlebt. Die StÀrkung der Frauenrechte gehört zu den wichtigsten Anliegen der Linkspolitikerin Sheinbaum.

@ dpa.de