Start, Schweigegeld-Prozess

Start von Schweigegeld-Prozess gegen Trump verzögert sich

16.03.2024 - 00:45:17

Eigentlich war der Beginn des ersten Strafprozesses gegen einen Ex-PrĂ€sidenten in der US-Geschichte fest fĂŒr den 25. MĂ€rz vorgesehen. Nun ist er doch noch verschoben worden. Ein Erfolg fĂŒr Trump.

Der eigentlich fĂŒr den 25. MĂ€rz geplante Start des Strafprozesses gegen den frĂŒheren US-PrĂ€sidenten Donald Trump in Zusammenhang mit Schweigegeldzahlungen an einen Pornostar verzögert sich. Der Prozessauftakt werde um 30 Tage vertagt, ein exaktes neues Startdatum mĂŒsse noch festgelegt werden, entschied Richter Juan Merchan. Am 25. MĂ€rz soll nun eine Anhörung stattfinden, bei der die Angelegenheit genauer besprochen werden soll.

Sowohl Trumps AnwÀlte als auch die Staatsanwaltschaft hatten das Gericht in New York zuletzt um eine Verschiebung gebeten. Bislang gab es in der US-Geschichte noch keinen Strafprozess gegen einen ehemaligen US-PrÀsidenten.

Eigentlich hatte Richter Merchan bei einer Anhörung Mitte Februar bestÀtigt, dass der Prozess wie geplant am 25. MÀrz mit der Auswahl der Geschworenen starten solle. Der Termin war bereits im vergangenen Jahr angesetzt worden.

FĂŒr Trump, der im November erneut zum US-PrĂ€sidenten gewĂ€hlt werden und die vielen Prozesse gegen ihn so weit wie möglich hinauszögern will, ist die Verschiebung ein Erfolg. Derzeit sind insgesamt vier Strafprozesse gegen ihn in der Vorbereitung, zudem laufen Zivilprozesse.

Trump zahlte 130.000 Dollar Schweigegeld an Pornodarstellerin

Trumps AnwÀlte hatten in dem New Yorker Prozess um Verschiebung gebeten, weil erst eine Entscheidung des Obersten Gerichts der USA im Hinblick auf eine mögliche ImmunitÀt des Ex-PrÀsidenten vor Strafverfolgung abgewartet werden solle. Der Supreme Court hatte Ende Februar die Berufung von Trump in der Frage der möglichen ImmunitÀt angenommen und plant eine Anhörung Ende April.

Die Staatsanwaltschaft wiederum hatte einige Tage spĂ€ter mitgeteilt, dass sie sich zwar bereit sehe, den Prozess wie geplant am 25. MĂ€rz zu starten, aber auch einer «kurzen Vertagung, die 30 Tage nicht ĂŒberschreitet» nicht entgegenstehe. Grund dafĂŒr seien zehntausende Seiten neu eingetroffener Unterlagen mit mehr als 70.000 Seiten, die fĂŒr den Prozess relevant seien und noch untersucht werden mĂŒssten.

Der Hintergrund des Falls ist vor allem, dass Trump 2016 kurz vor seiner Wahl zum PrĂ€sidenten 130.000 US-Dollar Schweigegeld an die Pornodarstellerin Stormy Daniels hatte zahlen lassen. Sie hatte behauptet, sie habe Sex mit ihm gehabt. Trump bestreitet eine AffĂ€re, nicht aber, dass Geld geflossen ist. Schweigevereinbarungen zwischen zwei Parteien sind nicht illegal. Trump wird aber vorgeworfen, er habe die Zahlungen unrechtmĂ€ĂŸig verbucht, auf illegale Weise zu verschleiern versucht und damit andere GesetzesverstĂ¶ĂŸe vertuschen wollen. Der Ex-PrĂ€sident hat auf nicht schuldig plĂ€diert.

@ dpa.de