PrÀsident, Yoon

PrÀsident Yoon erstmals bei Amtsenthebungsverfahren

21.01.2025 - 07:57:21 | dpa.de

SĂŒdkoreas PrĂ€sident befindet sich derzeit in Untersuchungshaft. In seinem ersten öffentlichen Auftritt seit Beginn der Staatskrise ist Yoon nun im Verfassungsgericht erschienen.

  • AnhĂ€nger Yoons demonstrierten in der NĂ€he des Verfassungsgerichts. - Foto: Lee Jin-man/AP/dpa
    AnhÀnger Yoons demonstrierten in der NÀhe des Verfassungsgerichts. - Foto: Lee Jin-man/AP/dpa
  • Der suspendierte sĂŒdkoreanische PrĂ€sident Yoon Suk Yeol trifft zu seinem Amtsenthebungsverfahren vor dem Verfassungsgericht ein. - Foto: Kim Hong-Ji/Pool Reuters/AP/dpa
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SĂŒdkoreas suspendierter PrĂ€sident Yoon Suk Yeol ist erstmals zu seinem Amtsenthebungsverfahren im Verfassungsgericht erschienen. Bei der heutigen Anhörung wird erwartet, dass Yoon seine umstrittene Kriegsrechtsentscheidung begrĂŒndet. Am 3. Dezember hatte der 64-JĂ€hrige kurzzeitig das Kriegsrecht ausgerufen und sein Land damit in eine tiefe Staatskrise gestĂŒrzt. Seither ist Yoon, der sich ĂŒber Wochen in seinem prĂ€sidialen Wohnsitz verbarrikadiert hatte, nicht mehr öffentlich aufgetreten.

«Seit meiner Kindheit habe ich bis heute mit einem festen Glauben an die liberale Demokratie gelebt, insbesondere wĂ€hrend meiner Zeit im öffentlichen Dienst», sagte Yoon zum Auftakt des Gerichtstermins, wie SĂŒdkoreas amtliche Nachrichtenagentur Yonhap berichtete. 

Es ist das erste Mal in der Geschichte SĂŒdkoreas, dass ein PrĂ€sident persönlich zu einem Amtsenthebungsverfahren erscheint. In vorherigen Amtsenthebungsverfahren ließen sich die ehemaligen PrĂ€sidenten Park Geun Hye und Roh Moo Hyeon stets durch AnwĂ€lte vertreten. 

Anti-Korruptionsbehörde ermittelt gegen Yoon wegen Aufruhr

Seit Mittwoch befindet sich Yoon Suk Yeol bereits in Untersuchungshaft. Die Fahnder der Korruptionsermittlungsbehörde fĂŒr hochrangige Beamte (CIO) ermitteln derzeit, ob Yoon sich mit dem kurzzeitigen VerhĂ€ngen des Kriegsrechts schuldig gemacht hat, einen Aufruhr anzetteln zu wollen. Im Falle eines Schuldspruchs droht dem suspendierten PrĂ€sidenten eine langjĂ€hrige Haftstrafe. 

Bereits im Dezember hatten die Abgeordneten in der sĂŒdkoreanischen Nationalversammlung fĂŒr Yoons Amtsenthebung gestimmt. Derzeit prĂŒft das Verfassungsgericht in Seoul die Entscheidung. Ein Urteil wird in den nĂ€chsten Wochen erwartet. Sollten die Richter Yoon Suk Yeols Amtsenthebung bestĂ€tigen, mĂŒsste innerhalb von 60 Tagen eine Neuwahl stattfinden.

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