IAEA, Iran

IAEA: Iran plant deutlichen Ausbau der Uran-Anreicherung

29.11.2024 - 15:51:09

Teheran setzt im Atom-Streit nicht auf ZurĂŒckhaltung. Daran haben offenbar auch GesprĂ€che nichts geĂ€ndert, die zur Deeskalation beitragen sollten.

Teheran hat detaillierte PlÀne zum Ausbau seiner Atomanlagen offengelegt. Die Regierung will mehrere Tausend zusÀtzliche Zentrifugen zur Uran-Anreicherung einbauen und Tausende bereits installierte Zentrifugen in Betrieb nehmen, wie die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien mitteilte.

Bei einer GesprĂ€chsrunde zwischen Regierungsvertretern des Iran sowie aus Deutschland, Großbritannien und Frankreich in Genf gab es dem Vernehmen nach wenig Bewegung im Hinblick auf eine Deeskalation im Atomstreit. 

«Wir möchten den Weg von Dialog und Engagement fortsetzen», schrieb der stellvertretende iranische Außenminister Kasem Gharibabadi auf dem Kurznachrichtendienst X. «Es wurde vereinbart, den diplomatischen Weg fortzusetzen.» Die anderen LĂ€nder Ă€ußerten sich zunĂ€chst nicht. 

 

 

Das GesprĂ€ch in Genf fand auf Ebene der politischen Direktoren im Außenministerium statt. Von deutscher Seite war GĂŒnter Sautter dabei. Ähnliche Runden hatte es etwa in New York gegeben. Aus den HauptstĂ€dten verlautete vorab, das neben dem Atomprogramm auch ĂŒber die Lage in Nahost gesprochen werden sollte. Dem Iran ging es zudem um Schritte zu einem Abbau von Sanktionen. 

Der Iran strebt nach eigenen Angaben nicht nach Atomwaffen. Dennoch produziert das Land hoch angereichertes Uran, das mit wenig Aufwand zu atomwaffentauglichem Material umgewandelt werden könnte. 

Zu den Zentrifugen, die zusĂ€tzlich aufgebaut und eingeschaltet werden sollen, gehören auch besonders leistungsfĂ€hige GerĂ€te, wie die IAEA mitteilte. Teheran hatte seine jĂŒngsten Atom-PlĂ€ne zuvor bereits öffentlich angekĂŒndigt, nachdem die drei europĂ€ischen Staaten mit den Vereinigten Staaten in der IAEA eine Iran-kritische Resolution zur Abstimmung gebracht hatten.

@ dpa.de