Merz und Jetten drĂ€ngen auf politische Lösung fĂŒr Iran-Krieg
16.03.2026 - 18:25:16 | dts-nachrichtenagentur.deDie Nato sei ein VerteidigungsbĂŒndnis und kein InterventionsbĂŒndnis. "Dieser Krieg ist nicht Angelegenheit der Nato", erklĂ€rte der Kanzler.
Das iranische Regime mĂŒsse durch eine demokratisch legitimierte Regierung ersetzt werden. "Aber das herbeizubomben, wird nach allen Erfahrungen, die wir auch in frĂŒheren Jahren und Jahrzehnten gemacht haben, aller Voraussicht nach nicht gelingen", so der Kanzler.
Die Vereinigten Staaten und Israel hĂ€tten Deutschland vor diesem Krieg nicht konsultiert, erklĂ€rte Merz. Es werde keine militĂ€rische Lösung mit dem Iran geben, sondern nur eine politische. "Solange der Krieg andauert, werden wir uns daran nicht beteiligen, in der StraĂe von Hormus mit militĂ€rischen Mitteln eine freie Schifffahrt zu gewĂ€hrleisten."
Merz verwies darauf, dass die Kriege im Iran und in der Ukraine miteinander verbunden seien. "Russland wird jede Chance nutzen, die Nato zu testen und die Ukraine zu schwĂ€chen", gab der Kanzler zu bedenken. Es sei falsch gewesen, "dass Washington restriktive MaĂnahmen gegen den Verkauf von russischem Ăl gelockert hat", kritisierte er. Europa werde dagegen den Sanktionsdruck auf Russland weiter erhöhen.
Der niederlĂ€ndische MinisterprĂ€sident Ă€uĂerte sich vorsichtig. "Der Krieg, von dem wir sprechen, ist ein Krieg, der von den USA und Israel gegen den Iran begonnen wurde", sagte Jetten. Man mĂŒsse zunĂ€chst einmal die Spannungen in der Region reduzieren. Man werde immer offen auf VorschlĂ€ge reagieren, aber bisher habe es kein konkretes Ersuchen gegeben.
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