Niederlande, Iran

Merz und Jetten drĂ€ngen auf politische Lösung fĂŒr Iran-Krieg

16.03.2026 - 18:25:16 | dts-nachrichtenagentur.de

Trotz der Drohungen von US-PrÀsident Donald Trump hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) beim Antrittsbesuch des niederlÀndischen MinisterprÀsidenten, Rob Jetten, in Berlin eine Beteiligung Deutschlands am Iran-Krieg ausgeschlossen.

Rob Jetten und Friedrich Merz am 16.03.2026 - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Rob Jetten und Friedrich Merz am 16.03.2026 - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Die Frage, wie sich Deutschland militÀrisch einbringen werde, stelle sich nicht, sagte Merz am Montag. "Wir werden es nicht tun."

Die Nato sei ein VerteidigungsbĂŒndnis und kein InterventionsbĂŒndnis. "Dieser Krieg ist nicht Angelegenheit der Nato", erklĂ€rte der Kanzler.

Das iranische Regime mĂŒsse durch eine demokratisch legitimierte Regierung ersetzt werden. "Aber das herbeizubomben, wird nach allen Erfahrungen, die wir auch in frĂŒheren Jahren und Jahrzehnten gemacht haben, aller Voraussicht nach nicht gelingen", so der Kanzler.

Die Vereinigten Staaten und Israel hĂ€tten Deutschland vor diesem Krieg nicht konsultiert, erklĂ€rte Merz. Es werde keine militĂ€rische Lösung mit dem Iran geben, sondern nur eine politische. "Solange der Krieg andauert, werden wir uns daran nicht beteiligen, in der Straße von Hormus mit militĂ€rischen Mitteln eine freie Schifffahrt zu gewĂ€hrleisten."

Merz verwies darauf, dass die Kriege im Iran und in der Ukraine miteinander verbunden seien. "Russland wird jede Chance nutzen, die Nato zu testen und die Ukraine zu schwĂ€chen", gab der Kanzler zu bedenken. Es sei falsch gewesen, "dass Washington restriktive Maßnahmen gegen den Verkauf von russischem Öl gelockert hat", kritisierte er. Europa werde dagegen den Sanktionsdruck auf Russland weiter erhöhen.

Der niederlĂ€ndische MinisterprĂ€sident Ă€ußerte sich vorsichtig. "Der Krieg, von dem wir sprechen, ist ein Krieg, der von den USA und Israel gegen den Iran begonnen wurde", sagte Jetten. Man mĂŒsse zunĂ€chst einmal die Spannungen in der Region reduzieren. Man werde immer offen auf VorschlĂ€ge reagieren, aber bisher habe es kein konkretes Ersuchen gegeben.

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