Kreml: Weiter Kontakt mit PalÀstinensern
10.10.2023 - 13:56:46Russland setzt seine Kontakte zu den PalĂ€stinensern im Nahen Osten fort und erwartet auch einen Besuch des PrĂ€sidenten Autonomiebehörde im Westjordanland, Mahmud Abbas, in Moskau. Die Visite sei schon lĂ€nger geplant gewesen, ĂŒber die diplomatischen KanĂ€le mĂŒsse nun das genaue Datum festgelegt werden, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge am Dienstag. Zuvor hatte der palĂ€stinensische Botschafter in Moskau russische Medien ĂŒber den Besuch informiert.
«NatĂŒrlich setzen wir den Kontakt mit den PalĂ€stinensern fort», sagte Peskow. Die Verbindungen seien historisch und auf vielen Ebenen etabliert. Auch zu Israel gebe es Kontakte, Russland sei bereit, bei der Lösung des Konflikts zu helfen, betonte der Kremlsprecher. In Israel lebe eine groĂe Zahl Russen, weshalb es die Verbindungen zu dem Staat gebe. Bilaterale GesprĂ€che zwischen Vertretern Israels und der Abbas-Regierung beim Treffen in Moskau schloss der palĂ€stinensische Botschafter jedoch am Vortag kategorisch aus.
Russland hat nach Angaben des AuĂenministeriums in Moskau auch Kontakte zur militanten Hamas, die von den USA, der EU und Israel als Terrororganisation eingestuft wird. So fĂŒhrte etwa der Nahost-Beauftragte des Kreml, VizeauĂenminister Michail Bogdanow, mehrfach in diesem Jahr GesprĂ€che mit Hamas-Vertretern - am Telefon und bei persönlichen Begegnungen. Hamas-Terroristen hatten Israel am Wochenende angegriffen und Hunderte Menschen getötet. Israel rief danach den Kriegszustand aus.
PalÀstinenserprÀsident Abbas leitet die Fatah-Fraktion innerhalb der PalÀstinensischen Befreiungsorganisation (PLO). Zuletzt bezeichnete er Israels Regierung bei der UN-Generaldebatte in September als «rassistisch». Im Gazastreifen gilt der Einfluss der Fatah unter Abbas als gering, seit die radikalislamische Hamas sie 2007 in blutigen MachtkÀmpfen aus der Region vertrieb.


