Thailand, Kambodscha

Thailand und Kambodscha liefern sich weiter Gefechte

14.12.2025 - 02:42:05

Trotz internationaler Vermittlungsversuche bekÀmpfen sich Thailands und Kambodschas StreitkrÀfte im Grenzgebiet. Mehr als 600.000 Menschen sollen schon in die Flucht getrieben worden sein.

  •  In der Nacht auf Sonntag meldeten beide Seiten Angriffe entlang der Front. - Foto: Sakchai Lalit/AP/dpa

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  • Hunderttausende Bewohner der Grenzregion wurden in die Flucht getrieben. - Foto: Heng Sinith/AP/dpa

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  • Beide Seiten machen sich gegenseitig fĂŒr das Wiederaufflammen des Konflikts verantwortlich. - Foto: Wason Wanichakorn/AP/dpa

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 In der Nacht auf Sonntag meldeten beide Seiten Angriffe entlang der Front. - Foto: Sakchai Lalit/AP/dpaHunderttausende Bewohner der Grenzregion wurden in die Flucht getrieben. - Foto: Heng Sinith/AP/dpaBeide Seiten machen sich gegenseitig fĂŒr das Wiederaufflammen des Konflikts verantwortlich. - Foto: Wason Wanichakorn/AP/dpa

Die Gefechte im Grenzkonflikt zwischen Thailand und Kambodscha dauern trotz internationaler Vermittlungsversuche an. In der Nacht auf Sonntag meldeten beide Seiten Angriffe entlang der Front. Eine Waffenruhe, die sowohl vom malaysischen Regierungschef Anwar Ibrahim gefordert als auch von US-PrĂ€sident Donald Trump fĂŒr Samstagabend angekĂŒndigt wurde, gibt es damit weiterhin nicht. 

«Ich bekrĂ€ftige Thailands unerschĂŒtterliches Bekenntnis zum Frieden. Doch Frieden muss echt und nachhaltig sein und auf Handlungen beruhen, die Vereinbarungen respektieren – nicht auf leeren Worten», schrieb der thailĂ€ndische Außenminister Sihasak Phuangketkeow am spĂ€ten Samstagabend (Ortszeit) auf der Online-Plattform X. 

Malaysias MinisterprĂ€sident hatte die Konfliktparteien zu einer Waffenruhe ab Samstagabend Ortszeit aufgefordert. Und auch US-PrĂ€sident Trump hatte nach TelefongesprĂ€chen mit dem kambodschanischen MinisterprĂ€sidenten Hun Manet und dessen thailĂ€ndischem Amtskollegen Anutin Charnvirakul verkĂŒndet, die beiden Regierungschefs hĂ€tten sich darauf geeinigt, sĂ€mtliche Kampfhandlungen «ab heute Abend einzustellen». Von kambodschanischer und thailĂ€ndischer Seite wurde dies jedoch nicht bestĂ€tigt.

Konflikt geht auf jahrzehntelangen Gebietsstreit zurĂŒck

Der seit langem schwelende Grenzkonflikt zwischen den beiden sĂŒdostasiatischen NachbarlĂ€ndern war vor einer Woche neu aufgeflammt. Thailand meldete seither 15 getötete und rund 270 verletzte Soldaten der eigenen StreitkrĂ€fte. Die kambodschanische Seite veröffentlichte bislang keine offiziellen Zahlen zu Opfern in den Reihen der Armee, sprach aber von elf getöteten und 59 verletzten Zivilisten.

Zudem haben die KĂ€mpfe laut den Konfliktparteien auf beiden Seiten der Grenze insgesamt mehr als 600.000 Menschen in die Flucht getrieben. Weder diese Angaben noch jene zu den Opfern lassen sich unabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒfen.

Hintergrund des Konflikts ist ein jahrzehntelanger Streit um GebietsansprĂŒche. Beide Staaten beschuldigen sich gegenseitig, eine zuletzt geltende Waffenruhe im Gebiet entlang der etwa 800 Kilometer langen gemeinsamen Grenze zuerst verletzt zu haben. 

Im Juli hatten beide LÀnder nach schweren KÀmpfen eine Waffenruhe vereinbart. Ende Oktober unterzeichneten sie dann in Malaysia im Beisein Trumps eine gemeinsame ErklÀrung, die Schritte zu einem dauerhaften Frieden vorsah. Doch im November wurde die vereinbarte Feuerpause nach einem neuerlichen Vorfall an der Grenze erst einmal ausgesetzt. Seit dem 7. Dezember hat sich die Lage nochmals verschÀrft.

@ dpa.de